Das Label audite hat sich in den letzten Jahren zu einer viel beachteten Adresse in der
Klassik-Szene entwickelt. Vor allem der Mahlerzyklus von Rafael Kubelik und dem Symphonie-Orchester des Bayerischen
Rundfunks sowie die Wiederentdeckung des Komponisten Eduard Franck wurden von der Fachpresse mit höchstem
Lob bedacht. Neben diesen Reihen, die fortgesetzt werden, setzen wir auf erstklassige Künstler, ungewöhnliches
Repertoire und audiophile Klangqualität.
Motor und Zentrum von audite ist der Tonmeister Ludger Böckenhoff, der viele Jahre für Firmen wie die
Deutsche Grammophon, Sony und die BBC gearbeitet hat und heute noch als Produzent für andere hochkarätige Labels
tätig ist.
Auch aus dieser Tätigkeit ergibt sich die für audite typische enge Zusammenarbeit mit einem wachsenden Stamm
von erstklassigen Künstlern. Sie garantiert eine klare Programmlinie, gleichbleibend hohe Qualität und bis
ins Detail ausgefeilte Produktionen.
Dabei stützt sich das Audite-Programm auf drei Säulen: legendäre Aufnahmen; interessantes, zum Teil
ungewöhnliches Repertoire; große Editionen.
Viele Faktoren müssen zusammenspielen, damit aus einer Aufnahme-Idee eine außergewöhnliche CD wird:
Die Philosophie
audite versteht sich als audiophiles Label. Unser Aufnahme-Equipment ist nicht nur auf
der Höhe der Zeit, sondern ihr meist ein wenig voraus. So nehmen wir zum Beispiel schon seit
Jahren mehrspurig in 96kHz/32 bit-Technik auf. Doch die Technik bildet nur die Grundlage, auf der
es erst eigentlich spannend wird - in der kreativen Zusammenarbeit nämlich mit den Musikern. Denn erst
wenn Künstler und Tonmeister auf der musikalischen, emotionalen Ebene an einem Strang ziehen, kann das
Ergebnis außergewöhnlich werden. Deshalb sind die Musiker in den gesamten Produktionsprozess
bei audite eingebunden. Und deshalb ist auch die Arbeit des Aufnahmeleiters ein gleichwertiger Teil des
musikalisch-kreativen Prozesses. Erst durch diese intensive Zusammenarbeit trennt sich die Spreu
vom Weizen - unterscheiden sich Standard-Produktionen von den individuellen, außergewöhnlichen
Aufnahmen, für die audite steht.
Der individuelle Ansatz
Wir glauben nicht an vermeintlich „ideale“ Standardlösungen - jede CD ist einzigartig.
Und darum wird jede audite-Produktion von Grund auf neu durchdacht und vorbereitet. Sorgfältig
wählen wir den jeweils besten Raum, das beste Instrument und die geeignete Ausrüstung für genau
diese Aufnahme. Und diese Arbeit am Detail zieht sich durch den ganzen Produktionsprozess bis
hin zur Gestaltung des Covers und der Booklet-Texte. Die Graphik der Booklets ist individuell auf
die Musik abgestimmt, die ausführlichen, mehrsprachigen Begleittexte sind von ausgewiesenen Fachleuten geschrieben -
verständlich auch für den Laien.
Die Künstler
Ludger Böckenhoff hat sich seit seinen Jahren als freiberuflicher Tonmeister einen
ausgezeichneten Ruf nicht nur unter Musikern erworben. Dadurch - wie auch durch die beständige Repertoirepolitik
und den weltweiten Vertrieb des Labels audite - ist es uns gelungen, für das Jahr
2003 einige große Projekte zu planen:
Dominique Tassot spielt mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Manfred
Neuman französische Originalliteratur des 20sten Jahrhunderts für Saxophon und Orchester ein –
eine Fundgrube von Klangfarben; Ersteinspielungen inklusive.
Das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken nimmt unter der Leitung von Johannes Wildner großes Repertoire
für Orgel und Orchester auf. An der Kuhn-Orgel von St. Arnual (Saarbrücken): Christian Schmitt.
Das Mandelring Quartett spielt Schuberts Streichquartette ein.
Die Geigerin Christine Edinger wird die Wiederentdeckung des Romantikers Eduard Franck mit weiteren
Ersteinspielungen fortführen.
Nicht zu vergessen schließlich die Künstler auf unseren „legendären Aufnahmen“: Rafael Kubelik, Edith
Mathis, Dame Janet Baker oder Waldemar Kmentt, um nur einige zu nennen.
Das Repertoire
Das audite-Repertoire führt quer durch die Musikgeschichte, vom Mittelalter bis zur Moderne, von
der Klavier-Sonate bis zur groß besetzten Symphonie. Was allein zählt, sind die Qualität
der Musik und die Überzeugungskraft der Interpretation.
Das Programm stützt sich auf drei Säulen:
- Legendäre Aufnahmen
Zum Beispiel die exzellenten Aufnahmen von Rafael Kubelik und dem Symphonieorchester
des Bayerischen Rundfunks, die in den 60er bis 80er Jahren für den Rundfunk mitgeschnitten wurden
und danach in den Archiven verschwanden.
- ungewöhnliches Repertoire und Ersteinspielungen
Zum Beispiel die Wiederentdeckung des Romantikers Eduard Franck oder das Bratschenwerk des
Geigenvirtuosen Henri Vieuxtemps.
Oder auch bekannte Werke in ungewohntem Klanggewand. Wie Heidi Kommerells Einspielung von Mendelssohns
Liedern ohne Worte auf einem oberschlägigen Nannette-Streicher-Hammerflügel von 1829.
- große Editionen
Zum Beispiel Franz Schuberts Streichquartette mit dem Mandelring-Quarett oder Beethovens
Cello-Sonaten mit David Geringas
Aber nicht alles lässt sich diesen drei Bereichen zuordnen. Denn immer steht das einzelne Projekt im Mittelpunkt.
Das Klangideal
Auf unseren CDs versuchen wir nicht, eine Konzertsituation im Wohnzimmer
nachzubilden. Wir verstehen die CD vielmehr als Medium mit eigenständiger Klangästhetik
- deshalb sind audite-CDs im wahrsten Sinne audiophil.
Ludger Böckenhoff: "Musik transportiert
Emotion durch Klang. Eine gute Aufnahme kann die von der Partitur
angestrebte emotionale Wirkung verstärken – Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich
der Tonmeister dieser angestrebten emotionalen Wirkung zunächst selbst stellt und sie bewusst
wahrnimmt, was nicht jedem gegeben ist.
Neben der Rückbindung an die Partitur ist mir dabei die präzise Ortung der Instrumente in
einem Raumgefühl wichtig. Ich versuche die Instrumente plastisch darzustellen. Es geht es
mir nicht darum, einen realen Saal akustisch abzubilden, abgesehen davon, dass
auch dabei subjektive Entscheidungen erforderlich wären."
Wir benutzen kein Standard-System, das wir auf alle Aufnahmen anwenden würden, sondern richten
den Einsatz des technische Equipments individuell auf die jeweilige Musik aus.
Die Tonträger
Bei der Frage der Tonträger wagen wir einen großen Spagat. Noch
beherrscht die CD das Bild. Doch die Zukunft gehört dem Mehrkanal. Und daher nehmen wir
schon seit Jahren jede Neuproduktion im Hinblick auf eine mögliche Veröffentlichung auf den
mehrkanaligen Medien SACD/DVD auf.
Andererseits hat auch das Vinyl seine Liebhaber, und so haben wir nach langen Jahren
wieder eine audite-LP produziert - von den analogen Bändern des BR-Archivs: Mahlers Symphonie
Nr. 5 mit Rafael Kubelik und dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks.
Der Vertrieb
audite-CDs werden weltweit über verschiedene Partnerfirmen vertrieben.
Egal, wo Sie gerade eine audite-CD erwerben wollen, ein Händler in Ihrer Nähe hält
sie vorrätig. Sollte das einmal nicht der Fall sein, kann er sie auf jeden Fall für Sie bestellen.
Das dichtgeknüpfte Vertriebsnetz ist aber auch ein wichtiger Bestandteil der Partnerschaft zwischen
audite und den Künstlern. Denn wir garantieren ihnen, dass ihre CDs auf den wichtigsten
Märkten der Welt präsent sind. Und durch die enge Verzahnung von Label und
Vertrieb im Bereich der PR-Arbeit sichern wir ihnen eine breite Öffentlichkeit.
Die Labelgeschichte
audite ist ein junges und doch ein traditionsreiches Label.
In heutiger Form entstand es erst im Jahr 2000. In jenem Jahr nämlich verschmolzen
audite und Fermate zum neuen audite-Label.
Fermate wurde 1991 von Ludger Böckenhoff gegründet. Noch als Tonmeister-Student in Detmold
nahm er seine erste eigene CD auf - mit Trompete und Orgel. Doch erst Mitte der 90er Jahre
erhielt die Firma professionelle Strukturen. Allmählich wuchs das Label, wurden Repertoire,
Künstlerstamm und Vertriebsnetz aufgebaut.
Wesentlich früher hatte in Stuttgart der Toningenieur Friedrich Mauermann ein Label gegründet, das
sich rasch einen guten Ruf in der Fachwelt erwarb: audite. Als Mauermann weit vor
dem üblichen Rentenalter noch einmal etwas Neues beginnen und sein "Baby" in gute Hände legen
wollte, ergab sich die Chance zu einer sinnvollen Fusion: Fermate übernahm audite - und den renommierten
Label-Namen gleich mit.
Mittlerweile ist der Katalog auf rund 130 Titel angewachsen, darunter auch noch ältere audite-CDs.
Aktuelle Infos
Sie wollen regelmäßig über unsere neuen Produktionen informieren werden?
Kein Problem - bitte tragen Sie sich in den Verteiler für unseren regelmäßig erscheinenden Newsletter ein.
Biographie Ludger Böckenhoff
Als Jugendlicher nahm Ludger Böckenhoff den Klavierunterricht, den er für zwei Jahre
ausgesetzt hatte, wieder auf. Irgend etwas fehlte denn doch, so ganz ohne Musik...
Gleichzeitig faszinierte ihn die Illusion, die bei der Wiedergabe einer guten Aufnahme ausgelöst wird:
Er begann, sich für Audio-Technik zu interessieren.
Bei der Berufswahl stellte sich nur eine Frage: Wie kann man diese Schwerpunkte Musik
und Technik auch im Beruf ausleben? Und es gab nur eine Antwort: als Tonmeister.
Schon während des Studiums in Detmold war er für den WDR, den SWF, die Firma Sonopress
(Bertelsmann) und die Deutsche Grammophon Gesellschaft als freier Mitarbeiter tätig.
Gegen Ende des Studiums gründete er das Label "Fermate", das er in den folgenden
Jahren kontinuierlich aufbaute.
Zugleich arbeitete er als freier Mitarbeiter und Produzent für Firmen wie
BBC, Dinemec, New Morning Productions, PolyGram, Canterino, Deutsche Grammophon,
DeutschlandRadio, FunHouse (Japan), Hyperion (Großbritannien), Saarländischer Rundfunk/SR, Sony Classical,
Südwestfunk/SWR, VictorRCA (Japan), Westdeutscher Rundfunk/WDR, Yamaha (Japan).
Mit der immer stärkerer werdenden Belastung durch das eigene Label und schließlich mit der
Übernahme der Firma audite im Jahre 2000 konzentrierte er sich auf die größeren Firmen
und auf die Tätigkeit als Produzent, die er bis heute z.B.
für das britische Label Hyperion weiterführt.