-1 1

Mehr von den Komponisten

Franz Schubert | Robert Schumann | Hugo Wolf | Henri Duparc | Maurice Ravel | Claude Debussy
2CD
Wolfgang Amadeus Mozart | Robert Schumann | Ludwig van Beethoven
2CD
-1 1

Mehr aus diesem Genre

Ludwig van Beethoven | Claude Debussy | Maurice Ravel | Frédéric Chopin | Sergei Prokofiev | Wolfgang Amadeus Mozart
4CD

Katalog | Klavier

Edition Friedrich Gulda – The early RIAS recordings
audite 21.404|Aug. 2009
39,95 EUR 4CD

Edition Friedrich Gulda – The early RIAS recordings

Das Pathos des Sachlichen. Der Pianist Friedrich Gulda in den 1950er JahrenDas Bild, das die musikalische Öffentlichkeit von Friedrich Gulda (1930-2000) hat, ist gespalten: Den einen gilt er als einer der bedeutendsten Beethoven-Interpreten des 20. Jahrhunderts, den anderen als ein Enfant terrible,... more...

Friedrich Gulda

Ludwig van Beethoven | Claude Debussy | Maurice Ravel | Frédéric Chopin | Sergei Prokofiev | Wolfgang Amadeus Mozart

"Es ist ein rundum zu empfehlende, weil sehr glücklich machende CD-Box." (NDR Kultur) more...

  • Radio Stephansdom - CD des Tages
  • Musica - 5/5 Sterne
  • Diapason - 5 de Diapason
  • ??? - Midem Classical Award - Winner '10
  • Scherzo - ETIQUETA HISTORICO
  • ??? - Preis der Deutschen Schallplattenkritik
  • Rondo - Rondo - 5 Noten
  • Bayerischer Rundfunk - BR4 Klassik - CD-Tipp
  • Stereoplay - Höchstbewertung in Interpretation
  • Neue Musikzeitung - 6/7 Quadraten
  • klassik.com - Empfohlen von Klassik.com
  • Pizzicato - Supersonic

Edition Friedrich Gulda – The early RIAS recordings

 

Das Pathos des Sachlichen. Der Pianist Friedrich Gulda in den 1950er Jahren

Das Bild, das die musikalische Öffentlichkeit von Friedrich Gulda (1930-2000) hat, ist gespalten: Den einen gilt er als einer der bedeutendsten Beethoven-Interpreten des 20. Jahrhunderts, den anderen als ein Enfant terrible, dessen Kampf gegen das kulturelle Establishment und die Begrenzung seiner vielfältigen künstlerischen Interessen und Begabungen durch die Zwänge des Konzertbetriebs legendär geworden ist. Wie immer, sind solche Zuspitzungen zugleich richtig und falsch.

Die vorliegende Zusammenstellung von bislang unveröffentlichten Aufnahmen Guldas für den RIAS Berlin zwischen 1950 und 1959 ermöglicht es, sich ein differenzierteres und vorurteilsfreies Bild des Pianisten und Musikers Gulda zu machen. Denn es tritt uns bereits hier der „komplette Musiker“ entgegen, als der sich Gulda zeitlebens empfand. Das Spektrum der Einspielungen, die angesichts der geradezu beängstigenden Konzert- und Aufnahmeaktivitäten Guldas in diesem Jahrzehnt nur die Spitze des Eisbergs darstellen, spricht für sich: Es reicht von Mozart bis Prokofiew und zeigt Gulda als einen universalen Künstler, dem es von Anfang an darum ging, größte Sachlichkeit und Texttreue mit höchster Intensität des Musizierens zu verbinden. Die Grundlage der musikalischen und pianistischen Fähigkeiten Guldas legte sein Wiener Lehrer Bruno Seidlhofer, der fast alle wichtigen Pianisten der „Wiener Schule“ formte; die Qualität von Guldas Ausbildung fand ihre Bestätigung im ersten Preis des Genfer Klavierwettbewerbs 1946, den vor ihm Arturo Benedetti Michelangeli erhalten hatte. Vorbilder für eine spontane und zugleich kontrollierte Intensität des Spiels suchte und fand Gulda dagegen im amerikanischen Jazz, dessen unaufhaltsamer Aufstieg im Europa der Nachkriegszeit ihn dauerhaft fesseln sollte. Daraus entstand die unnachahmliche Synthese eines „Pathos des Sachlichen“, die in diesen Aufnahmen zu hören ist.

Dies gilt nicht nur für die frühen Mozart- und Beethoven-Einspielungen von 1950, die Guldas fabelhaften analytischen Sinn für die kompositorischen Strukturen, seine unbestechliche rhythmische Sicherheit und Anschlagsnuancierung zeigen. Geradezu sensationell sind die Chopin- und Ravel-Einspielungen zu nennen: Pianistisch auf höchstem Niveau erfahren Chopins Préludes op. 28 und Ravels Gaspard de la Nuit dramatisch und klanglich zugespitzte Deutungen, wie sie nur selten zu hören sind. Mit seinen Interpretation zweier früher Hauptwerke Debussys, der Suite pour le Piano und der Suite Bergamasque, sowie einer Auswahl aus den Préludes erweist sich Gulda zudem als einer der wenigen Pianisten außerhalb der französischen Schule, die für diese Meisterwerke einen dezidiert modernen und doch stilgerechten Zugang fanden. Abgerundet wird das Programm durch Einzelstücke Chopins (Nocturne c-moll op. 48 Nr. 1 und Berceuse op. 60), die Guldas intensive Auseinandersetzung mit der Romantik bekunden, und eine spektakuläre Einspielung von Prokofjews Klaviersonate Nr. 7 op. 83 aus dem Jahr 1950. Prokofjews Musik, deren Wildheit nicht dauerhaft seine Sache war, führte Gulda nur wenige Jahre in seinem Repertoire, aber er gab wesentliche Impulse an seine berühmteste Schülerin, Martha Argerich, weiter.

Zu dieser Produktion gibt es wieder einen Producer's Comment – das heißt, einen unmittelbaren Eindruck des Produzenten Ludger Böckenhoff.

Die Edition Friedrich Gulda ist Teil unserer Reihe „Legendary Recordings“ und trägt das Qualitämerkmal „1st Master Release“. Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduktio­nen bei audite. Denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Ori­ginalbän­der aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analog­bänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Das Remastering – fachlich kompetent und sensibel angewandt – legt zudem bislang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.

  • American Record Guide | Alan Becker | 1. Mai 2010

    Although a product of the Vienna Music Academy, which he entered at the age of 12 to study under Bruno Seidlhofer and Joseph Marx, Gulda was...

  • Bayern 4 Klassik - CD-Tipp | Bernhard Neuhoff | 16. September 2009

    Auszeichnung Friedrich Gulda – The early RIAS recordings
    In den ersten Jahren nach seinem Tod im Januar 2000 blieb Friedrich Gulda vor allem als Exzentriker im Gedächtnis. Man hatte in frischer Erinnerung,...

  • BBC Music Magazine | Andrew Mc Gregor | 1. Februar 2010

    Historic Friedrich Gulda
    Andrew McGregor, presenter of CD Review, reviews two sets which commemorate the eccentric pianist

    These two sets illuminate the outer ends of Friedrich Gulda’s career; the Berlin radio recordings he made throughout his 20s, then, following his...

  • CD Compact | Benjamín Fontvella | 1. November 2009

    He aquí un modélico álbum de homenaje a uno de los pianistas más importantes (y menos populares) del siglo xx. Las grabaciones datan de 1950/59,...

  • DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton | Wilfried Bestehorn, Oliver Schwesig | 14. September 2009

    In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Label "audite" und Deutschlandradio Kultur werden seit Jahren einmalige Aufnahmen aus den RIAS-Archiven auf...

  • Diapason | Etienne Moreau | 1. Februar 2010

    Auszeichnung Friedrich Gulda enregistra pour Decca dès 1950, mais hormis son intégrale Beethoven, le label britannique ne nous a jamais vraiment rendu ses...

  • Die Presse | Wilhelm Sinkovicz | 28. Januar 2010

    Der junge Gulda. Seine ersten Aufnahmen verraten, welcher Heißsporn dieser...

  • Die Presse | Wilhelm Sinkovicz | 25. September 2009

    2010 wäre Friedrich Gulda 80 geworden. Rechtzeitig erschien bei Audite...

  • Die Zeit | Wolfram Goertz | 10. Dezember 2009

    Die auf ein neues Talent aufmerksam machen
    Friedrich Gulda: The Early Rias-recordings

    Furioses Klavierspiel eines jungen Österreichers. Beethoven als...

  • Diverdi Magazin | Ignacio González Pintos | 1. Dezember 2009

    El dios de las pequeñas cosas
    Audite reúne en un estuche de cuatro CDs, con una primorosa reconstrucción sonora, las primeras grabaciones del gran pianista austríaco Friedrich Gulda

    “En el caso de Gulda, el afán de objetividad no es tanto un fin en sí mismo como el marco desde el que desarrollar una nueva subjetividad....

  • Fono Forum | Norbert Hornig | 11. November 2009

    Historische Aufnahme des Jahres
    Sämtliche RIAS-Aufnahmen mit Wilhelm Furtwängler (live) und die frühen RIAS-Aufnahmen mit Friedrich Gulda. Kostbarkeiten aus dem Rundfunkarchiv,...

  • Gramophone | 1. November 2009

    Gulda and Richter
    A Beethoven performance that convinces in its 'rightness'

    There are some recorded performances that spell "rightness" with such unflinching certainty that for the duration you're hoodwinked into believing...

  • International Record Review | 1. Oktober 2009

    Igor Markevitch was at the height of his powers in the early 1950s and two discs of broadcast recording' with the RIAS SO, Berlin, have appeared on...

  • klassik.com | Dr. Daniel Krause | 17. Dezember 2009

    Auszeichnung Vermächtnis mit neunzehn
    Vor zehn Jahren lancierte Friedrich Gulda die Nachricht vom eigenen Tod....

  • La Musica | 1. November 2009

    Rezension siehe PDF...

  • Mannheimer Morgen | Alfred Huber | 29. Dezember 2009

    Kühl kontrollierte Leidenschaft
    Der Pianist Friedrich Gulda begeistert mit frühen, bislang unveröffentlichten Aufnahmen aus dem RIAS-Archiv

    Ein Exzentriker. Von Anfang an, privat wie musikalisch. Auch wenn die jetzt vorgelegten Aufnahmen aus den Jahren 1950 bis 1959 noch nicht allzu viel...

  • Mitteldeutscher Rundfunk | 26. Oktober 2009

    In seinem Nonkonformismus wurde er mit Glenn Gould verglichen, Peter Cossé nannte ihn einen "Sprengstoffspezialisten": der Wiener Pianist Friedrich...

  • Musica | Riccardo Risaliti | 1. Februar 2010

    Auszeichnung L'articolista di questo album, Wolfgang Rathert, parte da un'acuta analisi del connubio tra artisticità e eccentricità, concentrato soprattutto nei...

  • NDR Kultur | Elisabeth Richter | 21. September 2009

    Frühe RIAS-Aufnahmen von Friedrich Gulda
    Aufnahmen von 1950, 1953 und 1959

    Friedrich Gulda ist ein Künstler gewesen, der sich in kein Schema pressen lassen wollte, ein phänomenal begabter klassischer Pianist, ein...

  • Neue Musikzeitung | Andreas Kolb | 1. September 2009

    Auszeichnung Konzertprogramm im Wandel
    1978 veröffentlichte Friedrich Gulda auf fünf Langspielplatten sein „ideales Konzert“, wie er es selbst bezeichnete. Er gab dem Konzept-Album...

  • Pforzheimer Zeitung | Thomas Weiss | 30. Dezember 2011

    Guldas frühe Rundfunkaufnahmen
    Dass sich Friedrich Gulda gerne als Provokateur, als Wiener Grantler oder einfach als enfant terrible präsentierte, darf nicht darüber...

  • Piano News | Carsten Dürer | 1. September 2009

    Friedrich Guldas frühe RIAS-Aufnahmen
    Er war vieles in einer Person: Der Pianist Friedrich Gulda (1930-2000) war gerade in späten Jahren vor allem als ein Enfant terrible des...

  • Pizzicato | Alain Steffen | 1. Oktober 2009

    Auszeichnung Gulda, der Erneuerer
    Nach dem 2. Weltkrieg hat besonders die jüngere Generation von Musikern einen Wechsel herbeigesehnt und auch herbeigeführt. Bei den Komponisten kam...

  • Radio Stephansdom | 4. September 2009

    Auszeichnung Aufnahmen, die zwischen 1950 und 1959 entstanden. Glasklar, "gespitzter Ton" und reich im Repertoire. Man hört allesamt dankbar....

  • Rondo | Guido Fischer | 25. September 2009

    Auszeichnung Von Friedrich Gulda ist die Forderung überliefert, dass ein klassischer Pianist sich doch bitte mehr mit dem Jazz beschäftigen solle. So wie er, der...

  • Scherzo | Enrique Pérez Adrián | 1. Dezember 2009

    Auszeichnung Gulda y otras joyas
    El sello alemán Audite (distribuidor: Diverdi) nos trae un nuevo lanzamiento en el que destaca un álbum de 4 CDs dedicado a los primeros años del...

  • Stereoplay | Attila Csampai | 1. November 2009

    Früh vollendeter Exzentriker
    Alle Jahre wieder zur Hauptverkaufszeit ruft sich Gulda der „Unsterbliche“ mit Privataufnahmen und Archivfunden in Erinnerung. Jetzt mit der CD-Premiere seiner frühen RIAS-Aufnahmen.

    Die Dokumente, die seit dem Tod Friedrich Guldas (2000) veröffentlicht...

  • Stereoplay | Michael Stegemann | 1. Oktober 2009

    Auszeichnung „Bis ins letzte ausgeschliffen, jedoch etwas zu sehr mit unpersönlicher,...

  • WDR 3 | Christoph Vratz | 9. September 2009

    Er hat die Musikwelt gespalten wie kaum ein Anderer – und er hat sich an ihr gerächt, nach seinem Geschmack. Indem er auf einmal seine...

  • Wochen-Kurier | Michael Karrass | 10. Februar 2010

    Die audite Produktion 21404 "Edition Friedrich Gulda – The early RIAS recordings" wurde mit dem MIDEM Classical Award ausgezeichnet. Im August 2009...

  • Wochen-Kurier | Michael Karrass | 16. September 2009

    Das Bild, das die musikalische Öffentlichkeit von Friedrich Gulda (1930-2000) hat, ist gespalten: Den einen gilt er als einer der bedeutendsten...

  • www.codaclassic.com | 1. Februar 2010

    Edition Friedrich Gulda - The early RIAS recordings
    koreanische Rezension siehe PDF...

  • www.critic-service.de | Christian Ekowski | 30. März 2010

    Diese Box mit 4 CDs des Pianisten Friedrich Gulda ist ein überaus wertvolles Zeugnis eines großen Künstlers. Einmal wegen der Überlieferung seiner...

  • www.hifistatement.net | Attila Csampai | 3. Dezember 2009

    Der junge Gulda in Westberlin
    Guldas „Geist“ spukt wieder: Nach den privaten Mozart-Tapes und den frühen Bach-Dokumenten (beide DG) hat jetzt Audite-Chef Ludger Böckenhoff...

Edition Friedrich Gulda – The early RIAS recordings (audite 21.404)

Artikelnummer: 21.404
EAN-Code: 4022143214041
Preisgruppe: BCG
Veröffentlichungsdatum: 28. August 2009
Spielzeit: 244 min.

Nutzerkommentare

Es wurde noch kein Kommentar eingereicht.

Eigenen Kommentar erstellen