Erica Morini gehörte zu den großen Geigerinnen des 20. Jahrhunderts. Eines ihrer Bravourstücke war das Violinkonzert von Tschaikowsky, hier zu hören in einem aufregenden Live-Mitschnitt von 1952 mit dem RIAS-Symphonie-Orchester Berlin und Ferenc Fricsay. Morini war musikalisch vielseitig, sie beherrschte auch das Genre der Virtuosenstücke und der Barocksonate, wie die RIAS-Aufnahmen mit Michael Raucheisen eindrucksvoll zeigen.
Michael Raucheisen | Erica Morini | Ferenc Fricsay | RIAS-Symphonie-Orchester
Peter Ilyich Tchaikovsky | Giuseppe Tartini | Antonio Vivaldi | Fritz Kreisler | Johannes Brahms | Henryk Wieniawski
Erica Morini plays Tchaikovsky, Tartini, Vivaldi, Kreisler, Brahms and Wieniawski
Die aus Wien stammende und dort ausgebildete Erica Morini (1905 - 1995) schaffte als eine der ersten Geigerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Sprung in die internationale Karriere.
Das war nicht selbstverständlich zu einer Zeit, als die Konzertpodien von männlichen Solisten beherrscht wurden. Morini begann als „Wunderkind“, nach sensationellen Debüts mit dem Gewandhausorchester Leipzig und den Berliner Philharmonikern unter Arthur Nikisch trat sie 1921 erstmals in der New Yorker Carnegie Hall auf. Morini, die jüdischer Herkunft war, emigrierte Ende der 30er Jahren nach Amerika und baute ihre Karriere von dort weiter aus. Mehr als fünf Jahrzehnte dauerte ihre künstlerische Laufbahn, kommerzielle Schallplatten entstanden in dieser Zeit nur wenige. Morini überzeugt besonders in Live-Aufnahmen, so auch in diesem Mitschnitt des Tschaikowsky-Violinkonzerts von 1952 mit dem RIAS-Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Ferenc Fricsay. Exemplarisch wird hier deutlich, über welches enorme geigerische Können Morini verfügte und warum manche in ihr die größte Geigerin des 20. Jahrhunderts sahen. Wie souverän sie auch das Genre der Virtuosenstücke und der Barocksonate beherrschte, zeigen eindrucksvoll die RIAS-Aufnahmen mit Michael Raucheisen.
Zur Produktion gibt es unter http://www.audite.de/de/download/file/301/pdf einen „Producer’s Comment“ vom Produzenten Ludger Böckenhoff.
Die Produktion ist Teil unserer Reihe „Legendary Recordings“ und tragt das Qualitätsmerkmal „1st Master Release“. Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduktionen bei audite. Denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Originalbänder aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analogbänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Das Remastering – fachlich kompetent und sensibel angewandt – legt zudem bislang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.
Erica Morini
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Erica Morini (violin), RIAS-Symphonie-Orchester, Ferenc Fricsay (recorded 1952) (Audite)
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Old wine in new bottles – Fine old recordings
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Erica Morini plays Tchaikovsky, Tartini, Vivaldi, Kreisler, Brahms and Wieniawski (audite 95.606)
| Artikelnummer: | 95.606 |
| EAN-Code: | 4022143956064 |
| Preisgruppe: | BCB |
| Veröffentlichungsdatum: | 1. Dezember 2010 |
| Spielzeit: | 72 min. |
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