Zum Schumann-Jahr legt audite mit dieser Wiederveröffentlichung sämtliche Werke des Jubilars für Pedalflügel vor.
„Am 24. April [1845] erhielten wir ein Pedal unter den Flügel zur Miete, was uns viel Vergnügen schaffte. Der Zweck war uns hauptsächlich, für das Orgelspiel zu üben. Robert fand aber bald ein höheres Interesse für dies Instrument und komponierte einige Skizzen und Studien für den Pedalflügel, die gewiss großen Anklang als etwas ganz Neues finden werden, “ schreibt Clara Schumann in ihrem Tagebuch. Eine erste Gruppe von Werken für diesen interessanten instrumentalen Zwitter, der auch am Leipziger Konservatorium für angehende Organisten eingeführt war, aber auf Dauer keinen Platz in der Musikpraxis fand, stellte Schumann im Mai 1845 fertig und bemerkte dazu: „Offen gesagt, ich lege einiges Gewicht auf die Idee, und glaube, daß sie mit der Zeit einen neuen Schwung in die Claviermusik bringen könnte. Ganz wundervolle Effecte lassen sich damit machen.“
Alle Werke für Pedalflügel – die „Skizzen“ op. 58, die „Studien“ op. 56 und die „Sechs Fugen über den Namen BACH“ für Orgel oder Pedalflügel op. 60 – entstanden in Schumanns Phase der „Fugenpassion“, wie er es selbst nannte, im Jahr 1845. Sie sind geprägt von strengem Stil, der von seiner tiefen Verehrung gegenüber Johann Sebastian Bach zeugt. Auf der vorliegenden CD werden die Kompositionen auf der historischen WaIcker-Orgel in Hoffenheim dargestellt.
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