Mit dieser ungewöhnlichen Einspielung russischer Klaviermusik legt audite seine zweite SACD-Surroundsound-Produktion vor:
Prokofievs Klaviersonate Nr. 8 entstand in einer für den Komponisten schwierigen Lebensphase: Nach achtzehn Jahren im westlichen Exil kehrte er 1936 aus Paris nach Moskau...
"Die lyrische Melancholie und virtuose Brillanz der 8. Klaviersonate von 1944 ist bei Nabioulin in besten Händen, ebenso die 1917 entstandene, Klassizismus und Romantik reflektierende 4. Sonate. Dazu gibt es zwei Préludes von Rachmaninow. Eine auch aufnahmetechnisch hervorragende Visitenkarte." (Crescrendo) ![]()
Piano Works by S. Prokofiev & S. Rachmaninov
Mit dieser ungewöhnlichen Einspielung russischer Klaviermusik legt audite seine zweite SACD-Surroundsound-Produktion vor:
Prokofievs Klaviersonate Nr. 8 entstand in einer für den Komponisten schwierigen Lebensphase: Nach achtzehn Jahren im westlichen Exil kehrte er 1936 aus Paris nach Moskau zurück. Zunächst konnte er seinen westlich geprägten Lebensstil aufrecht erhalten, doch dann schmolzen auch seine Privilegien zunehmend dahin. Seine veränderte persönliche Situation spiegelt sich auch in der achten Sonate, die erheblich lyrischere, fast resignative Töne anschlägt als die aufrührerische siebte Sonate. Doch auch der „muskulöse“ Prokofiev kommt nicht zu kurz!
Prokofievs Klaviersonate Nr. 4 entstand bereits im Jahr 1917 und ist als Reaktion auf den Selbstmord des Freundes Max Schmidthof zu verstehen, dem sie auch gewidmet ist. In ihr verbinden sich schweifende Harmonik und reich verzierte Themen zu fast improvisatorisch Anmutendem, ein feuriges Finalrondo setzt den Schlusspunkt; doch das Herzstück ist das Andante assai, in dem ein Kritiker nach der Uraufführung sogar etwas „Chopin-Verwandtes“ entdeckte.
Rachmaninovs Préludes entstanden in zwei Phasen: zunächst die 10 Préludes des Op. 23, dann etwa sieben Jahre später die 13 Préludes des Op. 32, dem Rachmaninov das frühe cis-Moll Prélude Op. 3 Nr. 2 hinzufügte und so die an Bach angelehnte Anzahl von 24 Préludes erreichte. Hier hören Sie aus beiden Phasen jeweils ein Prélude: Das ges-Moll Prélude aus Op. 23 zeigt deutlich, dass jeder barockisierende Effekt verschwunden ist und Rachmaninov an seine Stelle die romantische Ausdruckswelt und die Klaviertechnik des ausgehenden 19. Jahrhunderts setzt. Im E-Dur Prélude aus Op. 32 erlebt man den zupackenden, motorischen Stil des Komponisten, der eine publikumswirksame Erweiterung in seinem Konzertrepertoire bildet.
Mit Alexeï Nabioulin konnte einer der interessantesten Nachwuchspianisten unserer Zeit für diese Aufnahme gewonnen werden: Mit dem 1. Preis beim International Piano Competition in Dublin im Jahr 2000 und dem 2. Preis beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau im Jahr 2002 gelang ihm der internationale Durchbruch. Seither ist er ein in aller Welt gefragter Künstler. Alexeï Nabioulins Interpretation der hier eingespielten Werke zeigen eine sehr persönliche und höchst interessante Annäherung an die Klangwelt der Komponisten. Gerade das macht diese Aufnahme zu einer Entdeckungsreise in die Welt der russischen Klaviermusik.
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Piano Works by S. Prokofiev & S. Rachmaninov (audite 92.513)
| Artikelnummer: | 92.513 |
| EAN-Code: | 4022143925138 |
| Preisgruppe: | ACX |
| Veröffentlichungsdatum: | 1. März 2004 |
| Spielzeit: | 61 min. |
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