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| Echo & Risposta – Virtuoso instrumental music from the galleries of the Abbey Church of MuriBecker, Dietrich | Re, Benedetto | Corradini, Niccolò | Rossi, Salomone | Gussago, Cesario | Riccio, Giovanni Battista | Marini, Biagio | Grossi da Viadana, Lodovico | Picchi, Giovanni | Stradella, Alessandro | Scheidt, Samuel | Sommer, Johann | Staden, Johann Les Cornets Noirs |
| | Im ausgehenden 16. Jahrhundert erlangten venezianische Musiker, allen voran Giovanni Gabrieli, mit ihren mehrchörigen Vokal- und Instrumentalkompositionen weit über die Grenzen Italiens hinaus höchste Berühmtheit. Das antiphonale Spiel unterstrich einerseits die rhetorische Struktur der Psalmen und Motetten; andererseits ermöglichte es imposante räumliche Effekte. Im Zuge der Emanzipierung der Instrumental- von der Vokalmusik wurde dieses Prinzip nicht nur beibehalten, sondern zu höchster Virtuosität vorangetrieben.
Die vorliegende SACD zeichnet den Weg, den die Idee der Doppelchörigkeit von Venedig über Süddeutschland bis nach Hamburg nahm, eindrucksvoll nach. Aufgenommen wurde sie in der Klosterkirche Muri (Schweiz), auf deren einander gegenüberliegenden Seitenemporen zwei Orgeln aus ein und derselben Werkstatt günstige Voraussetzungen für dieses Projekt bieten. Da diese Instrumente aus späterer Zeit (1743) stammen und einen entsprechend anderen Stimmton haben, wurden eigens für das Musizieren in diesem Raum zwei Zinken auf 425 Hz gebaut.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Gebhard David und Bork-Frithjof Smith spielen die Zinken mit einer fabelhaften Kantabilität, Amandine Beyer und Cosimo Stawiarksi (Violine) bereichern die Dialoge mit wendigen Diminutionen, Markus Märkl und Johannes Strobl holen sowohl als Continuo- wie auch als Soloorganisten eine Menge aus ihren Instrumenten heraus, und Adrian Rovatkay (Fagott) und Franck Poitrineau (Posaune) lassen einen darüber staunen, mit welcher Virtuosität die Bassinstrumente Anteil am melodischen Geschehen nehmen. Fazit: So unaufdringlich souverän und klanglich ausgereift hat man diese spannende Musik bisher selten gehört.
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