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Violinist Edinger has a special thing for composer Eduard Franck, and has already done ...

[Eduard Franck: String Quintets, Audiophile Audition, 03.02.12]

Solokonzerte von Mozart, Rösler, Richard Strauss, Sonaten von Brahms: Das Horn scheint, ...

[French Music for Horn and Piano, Frankenpost, 02.02.12]

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 2CD

Edition Ferenc Fricsay (V) – J. Strauss: Die Fledermaus

Strauss, Johann

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin | Fricsay, Ferenc (conductor)

Reviews to this Medium

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???

George Dorris

Music on Disc

American Record Guide

Traubner

I do tend to squirm when faced with yet another Fledermaus, but this 1949 ...

Classic Collection

This radio take from 1949 brings us a Fledermaus for the ages. It is easy to ...

Concerti – Das Hamburger Musikleben

Fledermaus mit Peter Anders

Fanfare

Christopher Williams

This radio take from 1949 brings us a Fledermaus for the ages. It is easy to ...

Gramophone

Andrew Lamb

Superb soloists and sense of ensemble – Fricsay’s Fledermaus truly takes flight

klassik.com

Christian Gohlke

Amüsement! Amüsement!

Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

Franz Cavigelli

Fricsay im Land der Operette

Ópera Actual

PN

Esta versión de Die Fledermaus se realizó para la radio en Berlín en 1949, ...

ouverture Das Klassik-Blog

reagenz

Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1949 – und sie lässt schon bei der ...

Pizzicato

Alain Steffen

Abenteuer Musik

Scherzo

Enrique Pérez Adrián

Tesoros Radiofónicos

Universitas

Adelbert Reif

Der Dirigent Ferenc Fricsay ist heute eine Legende. Im europäischen ...

www.classicstodayfrance.com

Christophe Huss

Audite édite avec un soin optimal la Chauve-souris de 1949 enregistrée à la ...

www.musicweb-international.com

Göran Forsling

Splendid singing, outstanding conducting and lively action ... - Hard on the ...

 

Adelbert Reif (Universitas - September 2008, Nummer 747) 04.09.2008

Der Dirigent Ferenc Fricsay ist heute eine Legende. Im europäischen Schicksalsjahr 1914 in Budapest geboren, gehörte Fricsay zu den letzten Musikerpersönlichleiten, denen das Glück beschieden war, ihr Studium an der berühmten Budapester Franz-Liszt-Akademie zu einer Zeit zu absolvieren, als dort Béla Bartók (Klavier), Zoltán Kodály (Komposition) und Ernst von Dohnányi (Klavier) lehrten. Im Januar 1945 – für Ungarn war der Krieg bereits zuende – wurde ihm der Posten des Ersten Kapellmeisters an der Budapester Staatsoper übertragen. Im Sommer 1947 erfolgte sein internationaler Durchbruch, als er bei den Salzburger Festspielen für den an einem Gehirntumorerkrankten Otto Klemperer die Uraufführung von „Dantons Tod“ von Gottfried von Einem leitete. Herbert von Karajan hatte sich zuvor gegenüber dem Komponisten für den jungen Ungarn verbürgt. Auch in den beiden folgenden Jahren dirigierte Fricsay Uraufführungen in Salzburg: 1948 die szenische Uraufführung von Frank Martins „Der Zaubertrank“ und 1949 die Uraufführung von Carl Orffs „Antigone“.

Diese und viele weitere Erfolge Fricsays als Opern- und Konzertdirigent – so wirkte er 1947 auch als Gastdirigent an der Wiener Staatsoper – weckten die Begehrlichkeit der Kulturverantwortlichen in Westberlin. Dort sah man sich nach der vollzogenen politischen Spaltung der Stadt vor die Aufgabe gestellt, mit dem durchaus respektablen Opern- und Konzertangebot Ostberlins in Konkurrenz zu treten. Man hielt nach einem bereits „arrivierten Jüngeren“ Ausschau, der das Musikgeschehen im Westteil der Stadt wesentlich mitgestalten und ihm internationale Anziehungskraft verleihen sollte. Die Wahl fiel auf Ferenc Fricsay. So kam es dazu, dass ab 1948 das Musikleben Westberlins sowohl künstlerisch wie organisatorisch entscheidend von Fricsay verantwortet und geprägt wurde. Zweimal – von 1949 bis 1954 und dann wieder von 1959 bis zu seinem frühen Tod 1963 – war er Chefdirigent des RIAS-Symphonie-Orchesters beziehungsweise des 1956 in Radio-Symphonie-Orchester umbenannten Klangkörpers, den er zu internationalem Ruhm führte. Dass Fricsay von 1949 bis 1952 auch die Position des Generalmusikdirektors der Städtischen Oper Berlin inne hatte, gab seiner herausgehobenen Stellung noch ein besonderes Gewicht. Eine Vielzahl von Gastspielen des RIAS-Symphonie-Orchesters unter seiner Stabführung im In- und Ausland sowie Dirigate Fricsays bei zahllosen anderen renommierten Orchestern in nahezu allen wichtigen Musikzentren Europas und darüber hinaus festigten seinen exzellenten künstlerischen Ruf, einer der bedeutendsten Dirigenten am Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sein, endgültig. Nicht zuletzt garantierte ein bereits Ende 1948 von der Deutschen Grammophon Gesellschaft mit Fricsay abgeschlossener Exklusivvertrag dem Maestro die aufnahme- und herstellungstechnisch bestmögliche Qualität seiner Einspielungen und deren weltweite Verbreitung. Doch diese, ihren künstlerischen Höhepunkt wahrscheinlich noch gar nicht erreichte Karriere, fand ein jähes Ende: Seit Anfang 1959 zunehmend von schwerer Krankheit gezeichnet, starb Ferenc Fricsay im Alter von nur 48 Jahren 1963 in Basel.

Sein Repertoire war weitgespannt: Es reichte von Johann Sebastian Bach über Mozart, dessen Werk einen Schwerpunkt bildete, bis zu Bernd Alois Zimmermann. Von Anfang an setzte er auch die zu seiner Zeit im Konzertsaal eher vernachlässigte Musik Joseph Haydns und – gleich seinem frühen Mentor Klemperer – die des 20. Jahrhunderts aufs Programm: Béla Bartók, Zoltán Kodály, Sergej Prokofjew, Sergej Rachmaninow, Manuel de Falla, Jean Francaix, Frank Martin, Karl Amadeus Hartmann, Arthur Honegger, Paul Hindemith, Gottfried von Einem u.a. Trotz seines frühen Todes hat Fricsay seine Interpretationen von mehr als 200 klassischen Werken für die Nachwelt festgehalten. In den Jahren 1977 und 1978 gab die Deutsche Grammophon Gesellschaft eine Ferenc-Fricsay-Edition mit 40 Schallplatten heraus, die 94 Kompositionen enthielten. Und 2003, anlässlich von Fricsays 40. Todestag, legte die Deutsche Grammophon eine 9 CDs umfassende Fricsay-Box vor, die übrigens auch die Aufnahme seiner von ihm selbst gesprochenen Erinnerungen „Erzähltes Leben“ (mit musikalischen Beispielen) enthält.

Die neue, von Ludger Böckenhoff beim Label audite jetzt gestartete „Edition Ferenc Fricsay“ unterscheidet sich von allen ihr vorangegangenen Veröffentlichungen insofern, als es sich hier um Aufnahmen handelt, die bisher unverwertet in Rundfunk-Archiven schlummerten. So liegen denn auch dieser Edition ausnahmslos die Originalbänder zugrunde. In der Regel handelt es sich um die ursprünglichen Analogbänder, die eine auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Zudem legt das bei audite äußerst sorgfältig vorgenommene Remastering alle Details der Interpretation frei. Schon die ersten fünf CDs der Fricsay-Edition werden die Herzen aller Freunde der klassischen Musik höher schlagen lassen. Allein das Aufgebot an hochkarätigen Solisten ist beeindruckend.

In der 1949 im Laufe von acht Produktionstagen eingespielten "Fledermaus" von Johann Strauss wirken als Gesangssolisten Peter Anders, Anny Schlemm, Hans Wocke, Anneliese Müller, Helmut Krebs, Herbert Brauer, Edwin Heyer, Rita Streich, Silvia Menz und Fritz Hoppe (als Gerichtsdiener Frosch) mit, während Heinz Tietjen für die Dialogregie verantwortlich zeichnet. Im Fall von Verdis 1951 eingespielten „Rigoletto" – entsprechend der damals vorherrschenden Praxis in deutscher Sprache – brillieren Rita Streich, Silvia Menz, Margarete Klose, Rudolf Schock, Ralf Peters, Josef Metternich, Fritz Hoppe, Otto Hüsch, Wilhelm Lang und Leopold Clam. Und bei der 1951 erfolgten Einspielung von Schlüsselszenen aus Bizets „Carmen“ sind es Margarete Klose, Rudolf Schock, Elfriede Trötschel, Maria Reith und Pia Coursave, die der Aufnahme ihr unverwechselbares Gepräge geben. Beteiligt an allen drei Aufnahmen sind der RIAS-Kammerchor und das RIAS-Symphonie-Orchester.

Zu den von Fricsay bevorzugten Instrumentalsolisten gehörten Yehudi Menuhin, Clara Haskil und seine beiden ungarischen Landsleute Anni Fischer und Géza Anda. Auf der CD mit Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 2 (aufgenommen 1951 im Berliner Titania-Palast) und Liszts Klavierkonzert Nr. 1 (aufgenommen 1952 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem) ist allerdings Shura Cherkassky, einer der eigenwilligsten Pianisten des 20. Jahrhunderts, der Solist. Er wird begleitet vom RIAS-Symphonie-Orchester. Der Solist wiederum von Schumanns Konzert für Klavier und Orchester (ebenfalls 1951 im Berliner Titania-Palast aufgenommen) ist Alfred Cortot. Auf der audite-CD ist diese Einspielung gekoppelt mit Schumanns Sinfonie Nr. 5 (aufgenommen 1957 im Konzertsaal der Hochschule für Musik, Berlin, anlässlich eines Festkonzerts zum zehnjährigen Bestehen des zu diesem Zeitpunkt bereits als Radio-Symphonie-Orchester Berlin firmierenden ehemaligen RIAS-Symphonie-Orchesters). Die CD dokumentiert auch die kurze Ansprache von Ferenc Fricsay am Schluss dieses Konzerts. Die bislang einzige CD der Edition, auf der Fricsay ein anderes Orchester als das des RIAS leitet, enthält zwei Haydn-Sinfonien: die Sinfonie Nr. 44 („Trauersinfonie“) und die Sinfonie Nr. 98, aufgenommen 1953 und 1952 mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester. Auf den von audite versprochenen zügigen Fortgang der Fricsay-Edition darf man gespannt sein. Zu erwarten steht die Hebung vieler noch ungeahnter musikalischer Schätze. Um besonders Interessierte an diesem Abenteuer teilnehmen zu lassen, bietet audite auf seiner Homepage (www.audite.de) zu einzelnen Titeln ein pdf-Dokument mit einem „Producer's Comment“ von Ludger Böckenhoff, der unmittelbare Eindrücke – direkt aus dem Werden der Produktion – vermittelt.

  • Pizzicato "5/5 Noten
  • klassik.com "Interpretation: 4/5 Sternen

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