Audite Musikproduktion Audite Musikproduktion
 
');

Catalog

Orchestra

Chamber Music

Voice

Brass

Percussion

Organ

Piano

Solo Concerto

Categories

Legendary Recordings

SACD

Vinyl

Alphabetical Navigation

Artists

Composers

Violinist Edinger has a special thing for composer Eduard Franck, and has already done ...

[Eduard Franck: String Quintets, Audiophile Audition, 03.02.12]

Solokonzerte von Mozart, Rösler, Richard Strauss, Sonaten von Brahms: Das Horn scheint, ...

[French Music for Horn and Piano, Frankenpost, 02.02.12]

accepted credit cards:

You are here: Audite.de -> products -> soundcarrier (aud 21.404) -> reviews

::reviews

Product
Tracks
Information
Reviews
Cover


 4CD

Edition Friedrich Gulda – The early RIAS recordings

Beethoven, Ludwig van | Debussy, Claude | Ravel, Maurice | Chopin, Frédéric | Prokofiev, Sergei | Mozart, Wolfgang Amadeus

Gulda, Friedrich (piano)

Reviews to this Medium

Download all reviews as pdf

American Record Guide

Alan Becker

Although a product of the Vienna Music Academy, which he entered at the age of ...

Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Bernhard Neuhoff

Friedrich Gulda – The early RIAS recordings

BBC Music Magazine

Andrew Mc Gregor

Historic Friedrich Gulda

CD Compact

Benjamín Fontvella

He aquí un modélico álbum de homenaje a uno de los pianistas más ...

DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton

Wilfried Bestehorn, Oliver Schwesig

In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Label "audite" und ...

Diapason

Etienne Moreau

Friedrich Gulda enregistra pour Decca dès 1950, mais hormis son intégrale ...

Die Presse

Wilhelm Sinkovicz

2010 wäre Friedrich Gulda 80 geworden. Rechtzeitig erschien bei Audite eine ...

Die Presse

Wilhelm Sinkovicz

Der junge Gulda. Seine ersten Aufnahmen verraten, welcher Heißsporn dieser ...

Die Zeit

Wolfram Goertz

Die auf ein neues Talent aufmerksam machen

Diverdi Magazin

Ignacio González Pintos

El dios de las pequeñas cosas

Fono Forum

Norbert Hornig

Historische Aufnahme des Jahres

Gramophone

Gulda and Richter

International Record Review

Igor Markevitch was at the height of his powers in the early 1950s and two ...

klassik.com

Dr. Daniel Krause

Vermächtnis mit neunzehn

La Musica

Rezension siehe ...

Mannheimer Morgen

Alfred Huber

Kühl kontrollierte Leidenschaft

Mitteldeutscher Rundfunk

In seinem Nonkonformismus wurde er mit Glenn Gould verglichen, Peter Cossé ...

Musica

Riccardo Risaliti

L'articolista di questo album, Wolfgang Rathert, parte da un'acuta ...

NDR Kultur

Elisabeth Richter

Frühe RIAS-Aufnahmen von Friedrich Gulda

Neue Musikzeitung

Andreas Kolb

Konzertprogramm im Wandel

Piano News

Carsten Dürer

Friedrich Guldas frühe RIAS-Aufnahmen

Pizzicato

Alain Steffen

Gulda, der Erneuerer

Radio Stephansdom

Aufnahmen, die zwischen 1950 und 1959 entstanden. Glasklar, "gespitzter ...

Rondo

Guido Fischer

Von Friedrich Gulda ist die Forderung überliefert, dass ein klassischer ...

Scherzo

Enrique Pérez Adrián

Gulda y otras joyas

Stereoplay

Michael Stegemann

„Bis ins letzte ausgeschliffen, jedoch etwas zu sehr mit unpersönlicher, ...

Stereoplay

Attila Csampai

Früh vollendeter Exzentriker

WDR 3

Christoph Vratz

Er hat die Musikwelt gespalten wie kaum ein Anderer – und er hat sich an ihr ...

Wochen-Kurier

Michael Karrass

Das Bild, das die musikalische Öffentlichkeit von Friedrich Gulda (1930-2000) ...

Wochen-Kurier

Michael Karrass

Die audite Produktion 21404 "Edition Friedrich Gulda – The early RIAS ...

www.codaclassic.com

Edition Friedrich Gulda - The early RIAS recordings

www.critic-service.de

Christian Ekowski

Diese Box mit 4 CDs des Pianisten Friedrich Gulda ist ein überaus wertvolles ...

www.hifistatement.net

Attila Csampai

Der junge Gulda in Westberlin

 

Bernhard Neuhoff (Bayern 4 Klassik - CD-Tipp - 16.09.2009) 16.09.2009

RezensionsgrafikIn den ersten Jahren nach seinem Tod im Januar 2000 blieb Friedrich Gulda vor allem als Exzentriker im Gedächtnis. Man hatte in frischer Erinnerung, wie er knapp ein Jahr zuvor einen Herzanfall vorgetäuscht hatte, um in den zweifelhaften Genuss zu gelangen, die Nachrufe auf sich selbst zu lesen. Viel war die Rede über Nebensächlichkeiten: Guldas Ausflüge in die Techno-Musik, sein legendärer Nackt-Auftritt mit Blockflöte, seine Jazz-Kompositionen.

Heute hat sich der Nebel um den Provokateur, den Wiener Grantler, das enfant terrible (und wie die Klischees noch heißen mögen) merklich gelichtet. Dadurch wird der Blick endlich wieder frei fürs Wesentliche. Und das ist eine Tatsache, die Gulda im Eifer des Gefechts manchmal vielleicht selbst ein wenig aus den Augen verloren hatte – nämlich dass er als Klassikinterpret einer der größten, für mich persönlich: der größte Pianist seiner Zeit war.

Unerschöpfliche Energie
In der bei audite erschienen Box mit vier CDs werden nun erstmalig Aufnahmen veröffentlicht, die der junge Gulda in den Jahren von 1950 bis 1959 für den RIAS machte, den von der amerikanischen Schutzmacht finanzierten Radiosender in West-Berlin. Und wieder einmal kann man staunend erleben, dass Gulda die Bühne als fertiger Künstler betreten hat, mit einem Repertoire, das von Mozart, Beethoven und Chopin über die französischen Impressionisten bis zu Prokofjew reicht. Von Anfang an scheint Gulda keine technischen Grenzen gekannt zu haben, von Anfang an überragte er seine Altersgenossen durch ein schier unerschöpfliches Reservoire an musikalischer Energie, gepaart mit einer ebenfalls überragenden interpretatorischen Intelligenz.

Kompromisslos objektiv
Diese hellwache musikalische Auffassungsgabe fesselt durch eine unverwechselbare Radikalität, die Gulda sofort kenntlich macht: So spielt kein anderer. Aber – und das unterscheidet ihn fundamental von anderen nonkonformistischen Künstlern seiner Generation wie etwa Glenn Gould, mit dem er immer wieder verglichen wurde – bei Gulda hat diese Radikalität nichts von Willkür, nichts von subjektiven Launen. Stattdessen war er stets kompromisslos den Intentionen des Komponisten auf der Spur. Und so setzt er sich bereits in den frühen 50er Jahren als junger Wilder ganz bewusst ab vom Typus des romantischen Virtuosen, der sich auf Innerlichkeit, Gefühl und Inspiration beruft. Gulda schreibt sich Objektivität auf die Fahnen, vom "Pathos der Sachlichkeit" spricht treffend der informative Booklet-Text.

Zorniger junger Mann
Insofern präsentiert sich der junge Gulda hier als einer jener "angry young men", die gegen den damals vorherrschenden kulturellen Konservatismus ankämpften. Die Generation der Väter war in den Augen dieser zornigen jungen Männer durch den Krieg und das, was zu ihm geführt hatte, zutiefst diskreditiert. Bei Gulda mag jener Nonkonformismus jedoch noch tiefere Wurzeln haben. Den Impuls, sich vom selbstherrlichen Gehabe der großen romantischen Virtuosen abzusetzen, verdankt er nicht zuletzt seinem Lehrer Bruno Seidlhofer. Der wiederum war ein Schüler von Arnold Schönberg und Alban Berg. Mit der Musik der Zweiten Wiener Schule hat Gulda zwar nichts anfangen können, sein Interpretations-Ideal ist jedoch – vermittelt durch seinen Lehrer – stark von Schönbergs Ideen geprägt. Man könnte auch an andere Protagonisten der Wiener Moderne denken, etwa an Karl Kraus, der gegen Phrase und hohles Pathos in der Sprache kämpfte. Insofern steht Gulda durchaus in einer spezifisch wienerischen Tradition.

Lust am Ausdruck
Allerdings zeigt sich der junge Gulda noch vergleichsweise konziliant – vor allem, wenn man die jetzt neu veröffentlichten Beethoven-Interpretationen mit der bekannten Gesamteinspielung von 1968 vergleicht. Bei diesen frühen Aufnahmen, und das macht ihren besonderen Reiz aus, spielt Gulda weniger unerbittlich im Tempo. Dieser Beethoven kennt auch spielerische und charmante Seiten; man spürt eine noch ganz unbefangene Lust an der Expression, die das rigorose Streben nach Texttreue glücklich ausbalanciert.

Entrümpelungs-Furor
Besonders interessant wird die Box durch eine Gesamteinspielung von Chopins Preludes op. 28. Hier zeigt sich eindrucksvoll der Entrümpelungs-Furor des jungen Gulda – und der führt überraschenderweise ganz nah an Chopin heran. Die Preludes sind ja allesamt hochoriginelle Miniaturen, jedes perfekt organisiert und manchmal geradezu verstörend in ihrer Kompromisslosigkeit. Der junge Gulda nimmt jede einzelne Nummer bedingungslos ernst. Mit Nachdruck befreit er Chopin vom Geruch des Salonkomponisten, von allen weichlichen und verzuckerten Klischees. Stattdessen entdeckt er ihn als Wahlverwandten: nämlich als radikalen Nonkonfromisten, der in der konsequenten Verfolgung der jeweiligen Formidee selbst vor dem Bizarren nicht zurückscheut.

Emotionale Kraft
Ähnlich frisch und unverstellt von Konventionen ist Guldas Zugang zu den französischen Impressionisten. Mit berückendem Klangsinn, aber schlank, transparent und, wenn nötig, mit jazzigem Drive spielt der junge Gulda Debussy. Frappierend etwa seine entschlackte, wunderbar schwebende Interpretation des berühmten "Clair de lune" – nichts von dem parfümierten Schmachten, mit dem diesem arg strapazierten Stück so oft Unrecht getan wird. Als einziges Solokonzert, im Zusammenspiel mit dem RIAS-Symphonie-Orchester unter dem beherzt zupackenden Dirigenten Igor Markevitch, ist Mozarts c-Moll-Konzert in der Box vertreten: ein Lehrstück über die emotionale Kraft, die im konsequenten Vermeiden jeglicher Sentimentalität stecken kann. Alles in allem eine Fundgrube für Gulda-Fans und ein Muss für Klavier-Enthusiasten.

  • Diapason "5 de Diapason
  • Radio Stephansdom "CD des Tages
  • Rondo "Rondo - 5 Noten
  • Scherzo "ETIQUETA HISTORICO
  • Musica "5/5 Sterne
  • Bayerischer Rundfunk "BR4 Klassik - CD-Tipp
  • Neue Musikzeitung "6/7 Quadraten
  • Stereoplay "Höchstbewertung in Interpretation
  • klassik.com "Empfohlen von Klassik.com
  • ??? "Preis der Deutschen Schallplattenkritik
  • ??? "Midem Classical Award - Winner '10
  • Pizzicato "Supersonic

last page last page TOP TOP

Genrenavigation

Contemporary Music/ 20th Century

Instrumental

Vocal

Hierarchienfilter