Johann Strauss, das klingt nach Silvesterkonzert. Ist es aber nicht. Das Label Audite, das die Hörfunk-Aufnahmen des Dirigenten Ferenc Fricsay aufarbeitet, ist inzwischen bei der 12. CD angelangt. Zwischen Fricsay und Strauss gibt es eine hörbar innige Beziehung, die auf die Anfänge des Dirigenten zurückreicht. Fricsay, im August 1914 in Budapest geboren, hatte nach seinem Studium in Szeged die Stelle eines Militärkapellmeisters angetreten. Bei seinen sonntäglichen Platzkonzerten standen eben die Märsche und Walzer der österreichisch-ungarischen Kaiserzeit auf dem Programm. Das hört man auch noch den Aufnahmen an, die Fricsay im Nachkriegsberlin für den Sender RIAS gemacht hatte.
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