Hier sind nicht viel Worte zu machen: die zweite Folge – und damit die Komplettierung – der Klavierkonzerte von Saint-Saëns mit Anna Malikova und dem ebenso akkurat wie passioniert aufspielenden WDR Sinfonieorchester Köln bewegt sich auf ebenso hohem, musikalisch wachem, technisch tadellosem Niveau wie die Folge I (Audite SACD 92.509). Ungeachtet des hohen interpretatorischen Effekts leistet diese Produktion auch Erklärungs- und Überzeugungsarbeit, was den geistvollen Unterhaltungswert der Konzerte Nr. 3 und Nr. 5 anbetrifft. Anna Malikova reiht sich damit in die Saint-Saëns-Gesellschaft so namhafter, frankophiler Tastenstreiter wie Aldo Ciccolini (EMI), Philippe Entremont (CBS), Stephen Hough (Hyperion) oder Sviatoslav Richter (Nr. 5 / Melodia) ein, gleichberechtigt in den Reizbereichen von Energie, Übersicht und melodischer Rührigkeit, konkurrierend im Umkreis ihrer flinken Finger – und im Vorteil im Bereich der Aufnahmeregie im Vergleich vor allem zur alten Richter-Aufnahme des sogenannten „Ägyptischen“ Nr. 5 op. 103. |