Schostakowitschs späte Werke mit ihrer Neigung, Formen aufzulösen, Stimmen zu vereinzeln, groteske Elemente und geräuschhafte, mechanische Wirkungen aufzunehmen, finden selten den Weg in der Konzertsaal. Als CD sind sie eine harte Kost. Dass man die drei späten Streichquartette mit Begeisterung an einem Stück hören will, ist der Verdienst des Mandelring-Quartetts. Der ausgezeichneten Interpretation steht eine ebenso ausgezeichnete Aufnahmetechnik zur Seite. Sie führt das Ohr an die Instrumente, ja an die Tonerzeugung heran und macht so deren Eigenheiten präsent: gitarrenartige Effekte, Flimmerklänge, ersterbende Stimmen.
Mit dieser CD, die Schostakowitschs Musik so ungewöhnlich präsent macht, schließt das Mandelring-Quartett der Geschwister Sebastian, Nanette, Bernhard Schmidt (Violinen, Cello) und Roland Gassi (Viola) seine Schostakowitsch-Gesamtaufnahme ab.
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