Die Essentials

Gewiss: Technische Fakten begeistern und lassen sich sehr einfach aufzählen. Dennoch gilt: Über den Klang einer Aufnahme entscheiden ganz andere Faktoren:

  1. die Musiker / die Interpretation
  2. die Instrumente
  3. der Aufnahmeraum
  4. die Mikrophonaufstellung
  5. die Auswahl der Mikrophone
  6. die Abmischung der Aufnahme

- und zwar in dieser Reihenfolge!

Reduziert man den Tonmeister auf die im engeren Sinn technischen Abläufe einer Tonaufnahme, so beginnt sein Einflussbereich bei Punkt 4. Bei audite wird dagegen noch das Ideal des "recording producer" hoch gehalten: Hier ist der Tonmeister für alle sechs Punkte (mit)verantwortlich. Selbstverständlich ist er für die technischen Aspekte der Aufnahme zuständig. Darüber hinaus aber arbeitet er als künstlerischer Berater der Musiker und nimmt Einfluss auf deren Interpretation: Er ist oft an der Auswahl der Instrumente beteiligt, und auch die Entscheidungen über den Aufnahmeraum und über die genaue Zusammensetzung der Takes liegen bei ihm. Nur so kann das Optimum in einer Aufnahmesitzung erreicht werden, fühlen Musiker sich aufgehoben undverstanden. Nur dann entwickelt sich diese knisternde Atmosphäre, in der wirklich Neues entstehen kann.

Mikrophone

Die Signalkette fängt beim Mikrophon an, hier liegt auch der wichtigste Punkt der Klanggestaltung auf technischer Ebene. Mikrophone sindeigenständige "Persönlichkeiten" - und die wertbeständigsten Teile der gesamten Aufnahmeapparatur. Selbst zehn Jahre alte Typen können sehr gut in modernen Produktionen eingesetzt werden. Wir verwenden je nach Einsatzzweck Produkte der Firmen Neumann (U47, U87, km130, km134), Sennheiser(MKH20, MKH40), Schoeps (Mk4, Mk2) und B&K (40011).

Mikrophon-Verstärker, Analog-Digital-Wandlung, Signalweg

Bei Neuproduktionen mit eigener Technik sind analoge Wege auf ein Minimum reduziert. Allein das Anschlusskabel vom Mikrophon zur ersten Verstärkungsstufe (auf der Bühne) transportiert das Signal noch auf analogem Weg. Für Vorverstärkung und Wandlung der Mikrophonsignale vertrauen wir auf die 'Micstasy'-Wandler der Firma RME. Zwischen den 'Micstasy'-Konvertern auf der Bühne und dem Studio werden die Signale mittels MADI-Technik auf optischem Weg transportiert. Die technische Auflösung unserer Aufnahmen liegt bei mindestens 44,1 kHz/24 bit.
(Stand 19.07.2013)

Tonträger

Die Aufnahmedaten werden bei audite direkt in den Computer aufgenommen und verlassen ihn in keinem Stadium der Produktion: Band ist "out". Das garantiert höchste Qualität der Digitaldaten wie auch schnellste Zugriffszeiten und erheblich vereinfachte Verwaltung der Takes. Für ein professionelles Arbeiten ist die Zuverlässigkeit und Qualität der Anbindung an den PC Vorraussetzung. Wir verlassen uns hier auf Produkte der Firma RME.

Montage und Mischung

Für Montage und Mischung der einmal aufgenommenen Takes verwenden wir das Programm "Sequoia", das speziell auf die Ansprüche des Klassik-Studio-Betriebs hin entwickelt wurde. Ludger Böckenhoff ist als Ideengeberan der Entwicklung dieses wichtigen Arbeitswerkzeugs aktiv beteiligt.

Monitoring

Lautsprecher und Kopfhörer sind dem Tonmeister tägliches Arbeitswerkzeug und Grundlage für die Bewertung seiner Arbeit. Surround -und Stereo-Mischungen erarbeiten wir mit einem Setup der Firma Dynaudio (5xDynaudio Air 15 + Air Base1). Außerdem arbeiten wir mit B&W Matrix 801 und Lautsprechern der Firma ATC. Als Kopfhörer verwenden wir Stax (Lambda Pro) und Sennheiser (HD 580).

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