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Johann Sebastian Bach: Christmas Oratorio

21421 - Johann Sebastian Bach: Christmas Oratorio

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Johann Sebastian BachChristmas Oratorio

An dieser Gesamteinspielung des ›Weihnachts-Oratoriums‹ von 1950 wirken als Solisten die damals führenden Bach-Sänger mit. Mit dem RIAS Kammerchor und dem RIAS Kammerorchester erarbeiteten sie unter Karl Ristenparts Leitung eine Aufnahme, die einerseits die damals vorherrschende Bach-Auffassung auf hohem Niveau zusammenfasst, andererseits aber besonders in den Teilen vier und fünf bereits deutlich in Richtung historisch informierter Aufführungspraxis weist. Nach dem Krieg engagierte sich Ristenpart für ein Kulturverständnis, das den Drang zum Monumentalen ablegt. Dabei bot sich ihm Bach als Katalysator einer geistigen Erneuerung und als Wegweiser in der Abkehr vom Wahn mit Wagner an. mehr

An dieser Gesamteinspielung des ›Weihnachts-Oratoriums‹ von 1950 wirken als Solisten die damals führenden Bach-Sänger mit. Mit dem RIAS Kammerchor und dem RIAS Kammerorchester erarbeiteten sie unter Karl Ristenparts Leitung eine Aufnahme, die einerseits die damals vorherrschende Bach-Auffassung auf hohem Niveau zusammenfasst, andererseits aber besonders in den Teilen vier und fünf bereits deutlich in Richtung historisch informierter Aufführungspraxis weist. Nach dem Krieg engagierte sich Ristenpart für ein Kulturverständnis, das den Drang zum Monumentalen ablegt. Dabei bot sich ihm Bach als Katalysator einer geistigen Erneuerung und als Wegweiser in der Abkehr vom Wahn mit Wagner an.

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Informationen

Nach der Edition der Bach-Kantaten, die unter der Leitung von Karl Ristenpart produziert wurden, setzt audite mit der Einspielung des 'Weihnachts-Oratoriums' in vollständiger Fassung aller sechs Kantaten die Reihe historischer Aufnahmen aus dem Archiv des RIAS Berlin fort. Ristenpart gewann die damals führenden Bach-Sänger als Solisten. Das verleiht den Rezitativen des Evangelisten, den Arien und Ensembles besondere Qualität. Mit dem RIAS Kammerchor und Kammerorchester entstand im Dezember 1950 eine Aufnahme, die einerseits die damals ver­breitete Bach-Auffassung gültig zusammenfasst, andererseits aber besonders in den Teilen vier und fünf deutlich darüber hinaus in Richtung der historisch informierten Aufführungspraxis weist.
Karl Ristenpart reagierte 1933 auf den Machtantritt der Nationalsozialisten mit der Verlagerung seines Tätigkeitsgebiets hin zur Musik für Kammerensembles, die sich der kulturpolitischen Einflussnahme der Staatsgewalt größtenteils entziehen konnte. In Wagner fühlte sich die NS-Nomenklatura als Bringer einer neuen Zeit repräsentiert, Ristenpart entgegnete mit Bach: Wagners Nibelungen-Ring über den Untergang der Germanen-Götter und -Helden stellt Ristenpart den Kantatenzyklus über den Aufgang des Christentums und seines 'Heilands' gegenüber, dem „Wagner-Ring" den „Bach-Ring".
Nach dem Krieg engagierte sich Ristenpart für ein Kulturverständnis, das den Drang zum Monumentalen ablegt. Dabei bot sich ihm Bach als Katalysator einer geistigen Erneuerung und als Wegweiser in der Abkehr vom Wahn mit Wagner an. Ristenparts Entscheidungen der 30er Jahre durchdringen so seine Deutung der Bach-Werke, die Kantaten ebenso wie das Weihnachtsoratorium von 1950.

Zu dieser Produktion gibt es wieder einen „Producer's Comment" vom Produzenten Ludger Böckenhoff.

Die Produktion ist Teil unserer Reihe „Legendary Recordings" und trägt das Qualitätsmerkmal „1st Master Release". Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduk­tionen bei audite, denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Originalbänder aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analog­bänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Das Remastering - fachlich kompetent und sensibel angewandt - legt zudem bislang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen oder alte Schellackplatten zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.

Besprechungen

klassik.com | 06.03.2016 | Gustavo Martin Sanchez | 6. März 2016 | Quelle: http://magazin.k... Neubeginn mit Altbekanntem
Bach, Johann Sebastian – Weihnachtsoratorium

Dieses historische Tondokument von Bachs Weihnachtsoratorium ist einMehr lesen

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir ihnen diese Rezension leider nicht zeigen!
Dieses historische Tondokument von Bachs Weihnachtsoratorium ist ein

Record Geijutsu
Record Geijutsu | April 2014 | 1. April 2014

japanische Rezension siehe PDFMehr lesen

japanische Rezension siehe PDF
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Das Orchester | 03/2014 | Rüdiger Krohn | 1. März 2014

Viele Entscheidungen dieser Einspielung erklären sich aus den Umständen ihrer Entstehung und ihrem Konzept. Einerseits ist sie (namentlich in den ersten drei Kantaten) in Teilen noch der zeittypischen Bach-Tradition verpflichtet, andererseits aber öffnet sie sich (vor allem in den weniger häufig aufgeführten und verfestigten Kantaten) einer moderneren Praxis. Das macht die Aufnahme [...] zu einem aufschlussreichen Tondokument des Übergangs.Mehr lesen

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir ihnen diese Rezension leider nicht zeigen!
Viele Entscheidungen dieser Einspielung erklären sich aus den Umständen ihrer Entstehung und ihrem Konzept. Einerseits ist sie (namentlich in den ersten drei Kantaten) in Teilen noch der zeittypischen Bach-Tradition verpflichtet, andererseits aber öffnet sie sich (vor allem in den weniger häufig aufgeführten und verfestigten Kantaten) einer moderneren Praxis. Das macht die Aufnahme [...] zu einem aufschlussreichen Tondokument des Übergangs.

Fanfare | 06.02.2014 | George Chien | 6. Februar 2014

My first Karl Ristenpart review appeared way back in Fanfare 2:5, actually before the magazine adopted its current method of identifying back issues.Mehr lesen

My first Karl Ristenpart review appeared way back in Fanfare 2:5, actually before the magazine adopted its current method of identifying back issues. It was of a Nonesuch recording of Haydn’s Morning, Noon, and Evening symphonies (Nos. 6, 7, and 8), for which I paid the late Sam Goody, rest his soul, the munificent sum of $1.49 not necessarily the best buck and a half I’ve ever spent, but close. For you nostalgia trippers who have been with us long enough to remember, it was also my very first Classical Hall of Fame nomination. A decade or so later I welcomed Ristenpart’s Brandenburg Concertos to CD. Ristenpart’s Brandenburgs, on two Nonesuch LPs, had been my first stereo version – my third overall – some years before. I’m sure that price was a factor in that transaction, too, but I have no documentation of it. The Nonesuch LPs served me well, but by the time they were transformed into two Accord CDs the period-instruments movement was in full sway, and the Ristenpart versions had lost a little of their luster.

Ristenpart was a player in the transition from the traditional reverential and monumental Bach that held sway during the late 19th and early 20th centuries to the tighter, lighter, and brighter idiom that prevails today. Case in point: He sang through the fermatas that mark the ends of phrases in Bach’s chorales. Rather than interpreting chorales as if they were miniature tone poems, he treated them more in the manner of congregational singing. His choruses, too, shed some of their massiveness. This Christmas Oratorio is, in a sense, an historical document. One can sense a change from the opening chorus of the first cantata to the later ones. Audite’s notes cast a revealing light on the situation. The recording was made in 1950, just five years after the end of the War. The RIAS (Radio in the American Sector) Chamber Chorus of Berlin was a relatively new organization, so Ristenpart started the sessions cautiously, gradually picking up his tempos as his singers became more comfortable with them. Another hint of things to come is Ristenpart’s reading of the famous pastoral Sinfonia in Cantata 2. It would be a surprise to me if Reinhard Goebel were to adopt Ristenpart’s breathless tempo. The soloists were among the best of their time; I was especially impressed by alto Charlotte Wolf-Matthäus, but all were excellent. I can’t recommend this set as a first Christmas Oratorio, but it’s a valuable document, worth preserving, and rewarding on its own terms.

Ristenpart did benefit from the innovative marketing efforts of the then new and active minor labels. Caught between the older traditions and changes yet to come, he isn’t well remembered today. He deserves better.
My first Karl Ristenpart review appeared way back in Fanfare 2:5, actually before the magazine adopted its current method of identifying back issues.

www.opusklassiek.nl | februari 2014 | Aart van der Wal | 1. Februar 2014

Het lijkt niet ver bezijden de waarheid dat in deze uitvoering de eerste drie cantates sterker aansluiten bij de traditionele ‘Bachpflege' dan de overige drie, die meer in het licht van de ‘nieuwe' tijd staan. Het is ronduit fascinerend die verschillen te horen en ze hun eigen plaats binnen het geheel te geven. Het oude en het nieuwe, verenigd in dit historische toondocument, levert absoluut nieuwe inzichten op.<br /> <br /> Tot slot nog iets over de cd-verdoeking. Er werd wederom met liefde en vakmanschap gerestaureerd, waardoor het RIAS-archief zomaar nieuwe dimensies krijgt toegeworpen. Als we al van het bestaan ervan wisten, of deels wisten, hadden we toch niet kunnen bevroeden dat al dit materiaal nu op zijn best aan ons wordt voorgesteld.Mehr lesen

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Het lijkt niet ver bezijden de waarheid dat in deze uitvoering de eerste drie cantates sterker aansluiten bij de traditionele ‘Bachpflege' dan de overige drie, die meer in het licht van de ‘nieuwe' tijd staan. Het is ronduit fascinerend die verschillen te horen en ze hun eigen plaats binnen het geheel te geven. Het oude en het nieuwe, verenigd in dit historische toondocument, levert absoluut nieuwe inzichten op.

Tot slot nog iets over de cd-verdoeking. Er werd wederom met liefde en vakmanschap gerestaureerd, waardoor het RIAS-archief zomaar nieuwe dimensies krijgt toegeworpen. Als we al van het bestaan ervan wisten, of deels wisten, hadden we toch niet kunnen bevroeden dat al dit materiaal nu op zijn best aan ons wordt voorgesteld.

ensuite Kulturmagazin | Nr. 133 | Januar 2014 | Francois Lilienfeld | 1. Januar 2014 Bach, wie man ihn sich öfters wünschte…

Die von Bach so herrlich zusammengestellten Klangkombinationen (Flöten, Oboen, Oboe d'amore…) kommen dank der hohen Qualität des Orchesters wunderbar zur Geltung. Und die Solisten gehören wohl zum Besten, was Deutschland 1950 zu bieten hatte.Mehr lesen

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Die von Bach so herrlich zusammengestellten Klangkombinationen (Flöten, Oboen, Oboe d'amore…) kommen dank der hohen Qualität des Orchesters wunderbar zur Geltung. Und die Solisten gehören wohl zum Besten, was Deutschland 1950 zu bieten hatte.

International Record Review
International Record Review | December 2013 | Carl Rosman | 1. Dezember 2013 Three Christmas Oratorios

'Tis the season to jauchzen and frohlocken. Right on cue, here is a stimulatingly diverse crop of Christmas Oratorios: two on rather different scalesMehr lesen

'Tis the season to jauchzen and frohlocken. Right on cue, here is a stimulatingly diverse crop of Christmas Oratorios: two on rather different scales employing period instruments (one on CD from Camhridge, one on DVD and Blu-ray from Brussels) and one employing twentieth-century hardware (nowadays sounding 'period' in its own right) from post-war Berlin. The Christmas Oratorio has not managed to attain quite the prominence in the repertoire that the Mass in B minor or the Passions have established for themselves – a little odd on the face of it, given that it has the narrative potential of the former and the sumptuous scoring of the latter. Even Bach himself gave it just a single outing, over Christmas-New Year 1733-34. Perhaps it is not too blasphemous to feel that Bach's parody practice might have had something to do with it: a great part of the music was originally intended for different words, and words that fit it somewhat better. The strangely gravelly tessitura of the chorus's opening utterance (taking the sopranos down to low A) is explained by the original text: not 'Jauchzet, frohlocket' (,Rejoice, exult!') but 'Tönet, ihr Pauken' 'Sound out, ye drums'. The lullaby to Baby Jesus from Part 2 ('Schlafe, mein Liebster') was originally sung by none other than a personification of Lust to tempt Hercules in a secular cantata. Hercules's aria of rejection (Ich will dich nicht hören') became the call to Zion to welcome Jesus as bridegroom ('Bereite dich Zion'); 'Großer Herr, o starker König' was originally addressed to a Königin. This is certainly all very inventive and economical (although surely bordering on the potentially scandalous at the time) but does not guarantee the ideal symbiosis between text and music – certainly the chorus which opens Part 5, one of the few large-scale choruses to be newly composed, does seem to have a particular freshness. […]

Ristenpart's 1950 account would not be an obvious choice as one's only Christmas Oratorio. It is nonetheless an intriguing document of post-war Bach performance practice, incorporating several ideas one would generally, associate with later decades. Even though it does run onto three CDs, the overall duration of 156 minutes is just four minutes longer than Layton's and ten more than Herreweghe's and some of his tempos are swifter than either.

Habakuk Traber's booklet note puts Ristenpart in historical context as helping to reclaim Bach from Nazi-era monumentality. The chorales show a quite modern understanding of Bach's fermatas (as phrase marks rather than held chords), making Layton's approach seem strangely old-fashioned by comparison. The shepherds' Sinfonia at the beginning of Part 2 is most attractively phrased and zips by in a mere 4'20" – Traber makes the comparison with René Jacobs's 1997 period-instrument recording featuring the successors of the same choir, in which the same Sinfonia takes a leisurely 7'48" (Harmonia Mundi HMC2901630.31). On the debit side, the large-scale choruses are generally (inevitably?) somewhat slower to modern ears, with the runs choppily articulated; the 3/8 choruses, of which there are many, do not always manage to phrase in one to the bar, instead emerging with three relatively even accents.

The solo arias often show an enviable degree of chamber-music rapport between voices and instruments – something which eludes the vast majority of performances, historical or otherwise. (Indeed the combination so often met with today of rigorously historical instruments and not particularly historical voices is all but guaranteed to miss this rapport which Bach's scores above all seem to demand.) In 'Frohe Hirten' Helmut Krebs's tenor and the unnamed flautist trade their demisemiquavers as equals; in 'Ich will nur dir zu Ehren leben' Krebs is neatly embedded in the violin obbligatos. In 'FIößt, mein Heiland' soprano Agnes Giebel and her oboist are not only on compatible dynamic planes but share a compatible musical concept, which could not be said for the version on the Layton recording, as lovely as it is in other respects. The instrumental contribution is in general uneven: the high trumpets are overstretched in many passages compared with what their valveless colleagues manage so serenely on the other two recordings, the woodwinds generally fine, the strings a little inarticulate by today's standards, the harpsichord rather out of place in the general instrumental concept.

In all, though, Ristenpart's recording is an important testament to the complexity of interpretative currents in Bach performance in the second half of the twentieth century – not least in suggesting that some recent developments might not have led to more historically or musically appropriate results.

Not, then, the only recording to have on the shelf, but certainly one to be recommended for any listeners seriously interested in the recent history of performance practice. It is hard to avoid noticing that the vocal soloists on recent period-instrument recordings employ significantly more vibrato than some of their mid-twentieth century counterparts: not only Krebs for Ristenpart here but also, for example, Anton Dermota in Furtwängler's classic St Matthew Passion (EMI Références 5 65509-2) are comprehensively outdone in that department by Gilchrist and Hobbs, as well as Anthony Rolfe Johnson and Hans-Peter Blochwitz for Gardiner, Paul Agnew for Philip Pickett (Decca 458 838-2) and dozens of others. (Choirs, to be fair, have gone decisively in the opposite direction, and a good thing too – the RIAS choir's vibrato for Ristenpart is an unequivocal debit point.) Perhaps one day a recording might come along where the singers shape their notes as today's historical instrumentalists do in the service of a genuine chamber-music approach – I can only dimly imagine the possible results but I am sure they would be wonderful. I can't, alas, imagine how well-behaved I would have to be for Santa to organize that in the foreseeable future (Audite 21.421, three discs, 2 hours 36 minutes).
'Tis the season to jauchzen and frohlocken. Right on cue, here is a stimulatingly diverse crop of Christmas Oratorios: two on rather different scales

http://operalounge.de | 01.12.2013 | Rüdiger Winter | 1. Dezember 2013 Ein etwas strenges "Weihnachtsoratorium" mit Karl Ristenpart bei audite
Am Anfang war die Pauke

Dieses Weihnachtsoratorium ist nichts für Nebenbei. Sollte es ja eigentlich auch niemals sein. Aber mal ehrlich, wer hat nicht schon mal beimMehr lesen

Dieses Weihnachtsoratorium ist nichts für Nebenbei. Sollte es ja eigentlich auch niemals sein. Aber mal ehrlich, wer hat nicht schon mal beim Plätzchenbacken oder beim Putzen in der Adventszeit den unverwüstlichen Bach im Hintergrund laufen lassen? Bei dieser Aufnahme geht das nicht. Sie verlangt volle Konzentration und Sammlung. Und man sollte es sich nicht zu gemütlich machen. Am besten, man nimmt gleich auf einem Stuhl vor den Lautsprechern Platz und fühlt sich in eine große Kirche versetzt. Der Klang ist ganz danach, wuchtig und groß. Wie Stereo hebt es an, in Wahrheit ist es weit davon entferntes Mono. Die Pauken tonangebend, kräftig und bestimmend. Als sei am Anfang die Pauke gewesen und nicht das Wort! “Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage”!

Auf dem Programm steht eine Ausgrabung, die bei audite rechtzeitig zum Fest erschienen ist: Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium, aufgenommen 1950 in Berlin mit Kammerchor, Knabenchor und Kammerorchester des RIAS unter der Leitung von Karl Ristenpart (21.421).Er hatte das Kammerorchester 1946 gegründet. Ristenpart (1900 – 1967), der auch während des Nationalsozialismus künstlerisch tätig gewesen ist, gehörte zu den Pionieren des musikalischen Neubeginns nach dem verlorenen Krieg in Westdeutschland. Seine Aufnahmen sind Legende, einer umfänglichen Kantatenausgabe beim selben Label folgt nun das überfällige Oratorium. Es ist eine historische Aufnahme, nicht nur in Bezug auf ihr Alter von mehr als sechzig Jahren. Der Ansatz ist streng, protestantisch streng. “Soli deo gloria!” Dem alleinigen Gott die Ehre, wie Bach unter seine Werke schrieb. Unbändige Freude will bei so viel Ernst nicht aufkommen. Die ist genauso wie Sinnlichkeit und gar ein Hauch Erotik erst späteren Aufnahmen vorbehalten. Auf dem Weg dahin ist Ristenpart mit seiner Deutung eine wichtige Station. Bei allen kritischen Einwänden, die zu einem Gutteil unseren heutigen Hörgewohnheiten entspringen, gebührt dieser Produktion in der umfangreichen Diskographie des Werkes ein vorderer Platz. Ristenpart nimmt die Chorpassagen ziemlich zügig, lässt sich aber bei der Gestaltung des inhaltlichen Geschehens viel Zeit, als wolle er, dass jedes Detail gebührend zur Geltung gelangt, nichts soll verloren gehen.

Das Solistenquartett fügt sich in dieses Konzept exakt ein – Agnes Giebel (Sopran), Charlotte Wolf-Matthäus (Alt), Helmut Krebs (Tenor), Walter Hauck (Bass). Alle singen alles, Krebs ist auch der Evangelist. Alle haben große Bach-Erfahrungen. Stilistisch bieten sie eine vollkommene Leistung an allen sechs Kantaten. Gern erinnere ich mich an weit zurückliegende Aufführungen des Weihnachtsoratoriums in meiner Jugendzeit in kleinen oder großen Kirchen. Die Sänger hatten stets die Noten in Händen, die wie zum Pult gegen das Publikum erhoben waren. Damals fand ich das etwas albern, später habe ich diese Haltung richtig verstanden. Niemand hätte sich gewagt, seine Partie aus dem Gedächtnis vorzutragen, obwohl das die meisten locker gekonnt hätten. Respekt vor dem Werk zeigte sich auch als Respekt vor dem Notenblatt. Genau so konzentriert und würdevoll wirken die Solisten dieser Aufnahme auf mich.

Wer noch kein Weihnachtsoratorium besitzen sollte und sich endlich eins zulegen will, ist mit dieser Aufnahme nicht gut bedient. Für den Einstieg gibt es unzählige Alternativen neueren Datums. Sie ist ein Sammlerstück, ein sehr wichtiges allemal. Ich möchte nicht mehr darauf verzichten.
Dieses Weihnachtsoratorium ist nichts für Nebenbei. Sollte es ja eigentlich auch niemals sein. Aber mal ehrlich, wer hat nicht schon mal beim

BBC Radio 3
BBC Radio 3 | 02.11.2013, 10.20 Uhr | Andrew Mc Gregor | 2. November 2013 BROADCAST CD review

Richard Wigmore joins Andrew live in the studio to discuss recent recordings of music of Johann Sebastian Bach.<br /> <br /> Sendebeleg siehe PDF!Mehr lesen

Richard Wigmore joins Andrew live in the studio to discuss recent recordings of music of Johann Sebastian Bach.

Sendebeleg siehe PDF!
Richard Wigmore joins Andrew live in the studio to discuss recent recordings of music of Johann Sebastian Bach.

Sendebeleg siehe PDF!

www.musicweb-international.com
www.musicweb-international.com | Tuesday November 22nd | John Quinn

Back in 2012 I warmly welcomed a large Audite box containing the surviving recordings of Bach cantatas made between 1946 and 1953 by Karl Ristenpart.Mehr lesen

Back in 2012 I warmly welcomed a large Audite box containing the surviving recordings of Bach cantatas made between 1946 and 1953 by Karl Ristenpart. What I didn’t know at the time was that a recording of the Christmas Oratorio had been made during the same period. Happily, the original tapes have survived and Audite, whose policy it is always to work from original tapes and no other sources, have now issued it on CD.

As I remarked when reviewing his cantata recordings, Karl Ristenpart (1900-1967) was somewhat ahead of his time in that he performed Bach’s choral music with quite small forces, using a chamber orchestra and also a chamber choir comprised of professional singers. Furthermore, his tempi were often closer to those we’re accustomed to hearing from today’s Bach interpreters rather than those usually selected by conductors of Bach in the post-war years such as Karl Richter. The result of all this is that there’s usually a most persuasive feeling of textural lightness to Ristenpart’s Bach and though he can be judiciously measured in the speeds he adopts, the music rarely if ever drags. Whilst I’m wary of over-reliance on timings it’s interesting to note that Ristenpart’s overall timing for this work is not significantly longer than the timing achieved by Sir John Eliot Gardiner on his recording (150:04) or that of Stephen Layton on his brand new Hyperion set (151:49). However, it’s not just a question of timings: one feels that Ristenpart is conveying the spirit of the music.

Ristenpart was discriminating in his choice of soloists and the quartet who sing for him here all featured prominently in his cantata series. It’s worth saying at the outset that none of them ornament the da capo sections of the arias in accordance, I suspect, with the practice of the time. The credentials of Helmut Krebs (1913-2007) as a Bach singer do not need rehearsing here. He was a noted Evangelist and he was the only tenor used by Ristenpart in the cantata recordings that survive. He adds lustre to this performance. He sings the narration very well, the timbre of his voice ideally suited to Bach’s recitative. The narration is often paced quite deliberately – though it never drags – and Krebs makes every word come alive, investing the text with meaning. The clarity of his diction is matched by the clarity of his vocal production so he makes a fine Evangelist. He also does the tenor arias very well indeed; in these numbers his light, athletic voice and an excellent technique are priceless assets,. I particularly enjoyed his rendition of ‘Ich will nur dir zu Ehren leben’ where he’s partnered by two equally incisive violinists.

Agnes Giebel (b. 1921) had at least as big a career as Krebs. Like him, she excelled in Bach - and in much else - and she makes a distinguished contribution here. The echo aria, ‘Flöβt, mein Heiland, flöβt dein Namen’ is charmingly done. The music is really suited to Giebel’s voice and she sings it beautifully. She’s aided by the conductor’s astute pacing and by the involvement of a fine oboist. Everything else Giebel does gives comparable pleasure. The name of Charlotte Wolf-Matthäus (1908-1979) is not quite as well known but I enjoyed her singing in the cantata set and she’s on very good form here also.’Bereite dich, Zion’, taken at a pace which is quite steady, reveals not only her pleasing tone but also the conviction of her singing. Her voice is very evenly produced and I admire her sense of line. Equally enjoyable is her unaffected singing in the wonderful aria, ‘Schlafe, mein Liebster’. I was fascinated to note here that Ristenpart, who adopts a very fluent speed, takes 9:55 for this aria; that’s not appreciably slower than Gardiner, who takes 9:20. Layton, in his new recording, takes 10:47 and makes it sound more like a lullaby than either of them.

The baritone is Walter Hauck (1910-1991). He’s another singer who I enjoyed in the cantata set though there he faced competition from the young Dietrich Fischer-Dieskau. He’s a good singer, though not in the same class as Fischer-Dieskau, even early in the latter’s career. His tone is firm and his voice is consistently well and clearly produced. He’s heard to good advantage in ‘Groβer Herr, O starker König’, which is taken quite steadily. I’ve heard more imaginative accounts of this fine aria but Hauck gives a strong, un-histrionic reading of it. Later on he gives a good performance of ‘Erleucht auch meine finstre Sinnen’ though, once again, it’s not the most nuanced rendition of Bach’s music that I’ve heard. But Hauck is reliable at all times.

The orchestral playing is pretty good – there are some excellent wind players in the band – though the trumpets can be a bit fallible at times. There’s one particularly sour piece of pitching from the first trumpeter on the last chord of the opening chorus of Cantata III. That’s the chorus which is repeated at the end of the cantata and when the exact same flaw is apparent the second time round one doesn’t need to be a super sleuth to deduce that the same take has been recycled. The singing of the RIAS-Kammerchor is decent but not outstanding. I suspect that Habakuk Traber is right to point out in his notes that the choir had not been in existence for all that long and had not been welded into an homogenous ensemble by 1950 – Ristenpart was not their chorus master, by the way. The blend is often not very good and the singing is not always ideally tidy. That said, the choir never lets the side down and they certainly sing with commitment – that’s evident right at the start in a vigorous rendition of the opening chorus of Cantata I, though here one has the sense that the accent is more on demanding our attention rather than on rejoicing. I think the standard of singing improves as the performance unfolds and the choir makes a good job of the opening chorus of Cantata V and an even better fist of the corresponding movement in Cantata VI.

I found Ristenpart’s direction stylish and convincing. Listeners familiar with ‘modern’ performances of the work may think at first that the opening chorus, ‘Jauchzet, frohlocket’ is somewhat steady. True, the music does sound sturdier than it does in the hands of, say, Gardiner. However, my firm advice would be that you should persevere. I don’t think you’ll be far into the work before the conviction of Ristenpart’s view of the piece takes over. And, as I said earlier, I don’t believe that he could never be accused of allowing the music to drag but he certainly conveys its spirit. One thing that slightly surprised me was the assertion in the notes that Ristenpart “chose swift tempi for the chorales.” I don’t really feel the chorales are taken all that swiftly, though they’re certainly not turgid. To my ears they sound comfortably paced and I applaud the conductor’s avoidance of pauses at the fermatas. Instead the chorales have a forward momentum and the phrasing makes sense of the words. I rather think the author of the notes had in mind that in Ristenpart’s hands the chorales were taken more swiftly than was the prevailing practice at the time. There’s one slight disappointment: I’m pretty sure that in Cantata IV Ristenpart has the horn parts played on trumpets, probably for economic reasons.

Given that this performance was recorded sixty-three years ago, albeit under studio conditions, the quality of the recorded sound is bound to be an issue for collectors. All I can say is that Audite have done a splendid job with these transfers. The performers sound to be quite close to the microphones and in that sense the balance is rather up-front. Once or twice the closeness of the balance bothered me a little, one such instance being the soprano/bass duet, ‘Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen’ (Cantata III) where both of the singers and the pair of oboes d’amore are all a bit too close for comfort – and occasionally Agnes Giebel is slightly disadvantaged in the balance. However, during most of the work the balance is satisfactory and never once did I feel the sound was an obstacle to enjoyment of the performance. That’s a credit both to the original RIAS engineering team and to Ludger Böckenhoff, who has re-mastered these tapes and who was also one of the two re-mastering engineers behind the Ristenpart cantatas box.

Karl Ristenpart was a remarkable Bach conductor, truly years ahead of his time. This recording of the Christmas Oratorio, set down over a mere two days, is not flawless – not least because performing standards have risen so much during the last sixty years. However, it’s stylish, wise and very well worthwhile hearing. I’m absolutely delighted that Audite have not just rescued this fine recording from the vaults but that they have done such an excellent presentational job in issuing it. Unfortunately, though, unlike the set of cantata recordings, no texts are provided. I suppose it’s too much to hope for that there are any more Ristenpart Bach performances in the archives but this present issue is a most welcome addition to the discography of Bach’s Christmas masterpiece.
Back in 2012 I warmly welcomed a large Audite box containing the surviving recordings of Bach cantatas made between 1946 and 1953 by Karl Ristenpart.

Händlerinfos

Johann Sebastian Bach: Christmas Oratorio
Artikelnummer: 21.421
EAN-Code: 4022143214218
Preisgruppe: BCT
Veröffentlichungsdatum: 1. November 2013
Spielzeit: 155 min.

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