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Paul Tortelier: RIAS Recordings

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Paul Tortelier (1914-1990) zählt zu den Maßstab setzenden und bedeutenden Cellisten seiner Generation. Alle hier präsentierten Einspielungen sind Erstveröffentlichungen. Schumanns Fantasiestücke hat Tortelier zudem nie an anderer Stelle aufgenommen; dies gilt ebenso für die Sonate von Casella und für zwei Sätze seiner eigenen Trois p’tits tours. In den Kammer­musik- und Solowerken von Bach bis zur frühen Moderne kommt Torteliers so ausdrucksvolles wie elegantes Spiel beeindruckend zur Geltung.mehr

Ludwig van Beethoven | Felix Mendelssohn Bartholdy | Johannes Brahms | Johann Sebastian Bach | Gabriel Fauré | Niccolò Paganini | Robert Schumann | Alfredo Casella | Zoltán Kódaly | Paul Tortelier

Paul Tortelier (1914-1990) zählt zu den Maßstab setzenden und bedeutenden Cellisten seiner Generation. Alle hier präsentierten Einspielungen sind Erstveröffentlichungen. Schumanns Fantasiestücke hat Tortelier zudem nie an anderer Stelle aufgenommen; dies gilt ebenso für die Sonate von Casella und für zwei Sätze seiner eigenen Trois p’tits tours. In den Kammer­musik- und Solowerken von Bach bis zur frühen Moderne kommt Torteliers so ausdrucksvolles wie elegantes Spiel beeindruckend zur Geltung.

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Informationen

Paul Tortelier war neben Pierre Fournier der bedeutendste französische Cellist seiner Zeit und weltweit einer der gefragtesten. Seine mehr als 50 Jahre währende Karriere begann er gegen Ende der 1930er Jahre. 1948 besuchte er im Rahmen einer Europa-Tournee Berlin, wo er bis zu seinem Tod 1990 etliche Male konzertierte und parallel dazu beim Rundfunk Aufnahmen einspielte. Seine Studioproduktionen für den Berliner RIAS werden hier nun zum ersten Mal veröffentlicht. Am Klavier begleitet wird er von den damaligen Hauspianisten des RIAS, Klaus Billing und Lothar Broddack.

Paul Tortelier, der in den 1930er und frühen 1940er Jahren sein Auskommen als Solocellist in Orchestern in Paris, Monte Carlo und Boston fand, lernte im Bach-Jahr 1950 Pablo Casals kennen, der ihn zu Auftritten bei seinem neugegründeten Festival in Prades (und 1951 in Perpignan) einlud. Die Musik Johann Sebastian Bachs blieb zeitlebens ein Fix- und Angelpunkt von Paul Torteliers musikalischem Denken. In der vorliegenden Edition lässt sich nachhören, wie er Bachs Cello-Solosuite D-Dur höchst expressiv deutet, ohne dass der musikalische Fluss durch willkürliche Freiheiten unterbrochen wird. Diese Haltung, die das sachliche Bachspiel der Vorkriegszeit mit der ungezügelten Leidenschaft seines Vorbilds Casals verbindet, war zur damaligen Zeit durchaus ungewöhnlich.

Für die aktuelle Veröffentlichung wurden Kammermusikproduktionen aus dem Archiv von Deutschlandfunk Kultur zusammengestellt, die die enorme Bandbreite des Repertoires dieses großen Cellisten eindrucksvoll abbilden und die ihn zugleich auf einem frühen Höhepunkt seiner Karriere zeigen. Drei Werke sind in dieser Edition zum ersten Mal überhaupt in Torteliers Interpretation auf CD zu hören: Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73, Alfredo Casellas Cellosonate C-Dur und zwei seiner eigenen Trois p'tits tours, von denen bislang nur das dritte Stück Le Pitre auf Tonträger zu hören war.

Zu dieser Produktion gibt es wieder einen „Producer's Comment" vom Produzenten Ludger Böckenhoff unter https://www.audite.de/media/file/00/35/52/producer-s-comment-aud-21455.pdf.


Die Produktion ist Teil unserer Reihe „Legendary Recordings" und trägt das Qualitätsmerkmal
„1st Master Release". Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduktionen bei audite. Denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Originalbänder aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analogbänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Das Remastering - fachlich kompetent und sensibel angewandt - legt zudem bislang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.

Besprechungen

www.ResMusica.com
www.ResMusica.com | 25 mars 2020 | Frédéric Muñoz | 25. März 2020 | Quelle: https://www.resm... Les archives du violoncelliste Paul Tortelier à la radio de Berlin

Plus anciennes que ses enregistrements plus officiels des années 70 pour EMI, ces gravures primitives sont le reflet de l’art d’un jeune et pétulant virtuose. Elles enrichissent le patrimoine discographique lié à cet artiste, dont le jeu évolua beaucoup tout au long de sa carrière.Mehr lesen

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir ihnen diese Rezension leider nicht zeigen!
Plus anciennes que ses enregistrements plus officiels des années 70 pour EMI, ces gravures primitives sont le reflet de l’art d’un jeune et pétulant virtuose. Elles enrichissent le patrimoine discographique lié à cet artiste, dont le jeu évolua beaucoup tout au long de sa carrière.

www.artalinna.com | 22 MARCH 2020 | Jean-Charles Hoffelé | 22. März 2020 | Quelle: http://www.artal... LE DISQUE DU JOUR
Voix Humaine

La discographie de Paul Tortelier aura conservé son art tel quel, rugueux,Mehr lesen

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir ihnen diese Rezension leider nicht zeigen!
La discographie de Paul Tortelier aura conservé son art tel quel, rugueux,

http://operalounge.de | 11.03.2020 | Dr. Geerd Heinsen | 11. März 2020 | Quelle: http://operaloun... Ein Großer
Paul Tortelier: Seltene RIAS Recordings bei audite

Bei audite sind selten gehörte Radioaufnahmen aus den Tiefen des Rias-Archives mit dem französischen Cellisten Paul Tortellier erschienen. PaulMehr lesen

Bei audite sind selten gehörte Radioaufnahmen aus den Tiefen des Rias-Archives mit dem französischen Cellisten Paul Tortellier erschienen. Paul Tortelier (1914-1990) zählte zu den Maßstab setzenden und bedeutenden Cellisten seiner Generation. Alle nun präsentierten Einspielungen sind Erstveröffentlichungen. Schumanns Fantasiestücke hat Tortelier zudem nie an anderer Stelle aufgenommen; dies gilt ebenso für die Sonate von Casella und für zwei Sätze seiner eigenen Trois p’tits tours. In den Kammermusik- und Solowerken von Bach bis zur frühen Moderne kommt Torteliers so ausdrucksvolles wie elegantes Spiel beeindruckend zur Geltung. (audite/ G. H.)

Der Kollege Kai Luehrs-Kaiser sagte dazu im rbb kultur radio: Auf drei CDs sind die gesammelten „RIAS Recordings“ des französischen Cellisten Paul Tortelier erschienen – Aufnahmen aus den späten 40er bis mittleren 60er Jahren. Wer ist Paul Tortelier? Paul Tortelier (1914 – 1990) war der wichtigste Cellist der französischen Schule der Nachkriegszeit – neben (dem noch etwas bedeutenderen) Pierre Fournier. Schon 1947 machte Tortelier sich ins noch reichlich kaputte Berlin auf; gewiss auch in Anlehnung an die Bedeutung der Musikstadt in der Vorkriegszeit; wo sowohl Arthur Rubinstein (mit dem er jahrelang ein wichtiges Trio bildete) wie die meisten anderen Musiker seiner Zeit debütiert hatten.

Immer wenn Tortelier in den Folgejahren kam, wurde er sofort vom RIAS für Aufnahmen abgezweigt – meist mit dem erst im letzten Dezember verstorbenen Pianisten (und späteren Berliner Hochschullehrer) Lothar Broddack als Begleiter. Es waren ersichtlich Auftragsarbeiten (von 1949 bis 1964). Mit Bach etwa (kurz bevor er sich mit Pablo Casals anfreundete) fremdelt Tortelier 1949 noch hörbar. Superb dagegen seine ausgewählten Beethoven-, Brahms-, Mendelssohn-, Fauré-, Kodaly- und Casella-Sonaten. (…)

Einige Aufnahmen entstanden sogar noch im alten (Berliner) Kleistsaal. Nicht nur hinsichtlich der französischen Cellistenschule, sondern auch als Berliner Dokument ein höchst schätzenswertes, gewohnt topsolide aufgemachtes audite-Set. Übrigens war Tortelier – als Lehrer von Jacqueline du Pré – 1967 Trauzeuge bei der Hochzeit du Prés mit Daniel Barenboim. Noch ein halbberliner Aspekt also … Noch bis 1989 war er in Berlin zu Gast – teilweise gemeinsam mit seinem in Berlin als Dirigent wirkenden Sohn Yan-Pascal Tortelier (beim damaligen SOB etc.).
Bei audite sind selten gehörte Radioaufnahmen aus den Tiefen des Rias-Archives mit dem französischen Cellisten Paul Tortellier erschienen. Paul

www.musicweb-international.com
www.musicweb-international.com | Monday March 2nd | Jonathan Woolf | 2. März 2020 | Quelle: http://www.music...

Paul Tortelier’s international career began in 1947 in which year he first visited Berlin to perform; the first of two concerts had to be cancelledMehr lesen

Paul Tortelier’s international career began in 1947 in which year he first visited Berlin to perform; the first of two concerts had to be cancelled because of the freezing conditions and lack of hall heating. Two years later, in February 1949, RIAS recorded him in their Berlin studios and Audite’s 3-CD gatefold set surveys several visits to the city in the years up to 1964 – though he was to return and indeed performed for the final time in the city in 1989, the year before his death.

The most exciting thing about this tranche of previously unreleased broadcast performances is that Tortelier left no studio inscriptions of three of the works performed – the Casella sonata and, rather surprisingly, the Schumann Fantasiestücke, and his own Trois p'tits tours. Of this last he frequently performed as an encore, and recorded, the brilliant third piece, Le Pitre but he never recorded the remaining two.

That should be inducement enough at least to consider this splendidly realised release but then there are the more-or-less staples of his repertoire to consider as well. The sequence begins in 1949 with Brahms’ Sonata No. 1, the Schumann, the Kodály and his Trois p'tits tours, all in typically fine sound and accompanied by Klaus Billing. The Brahms is eloquently refined though he tightened up the finale in his 1977 EMI recording with his daughter, Maria de la Pau. The Schumann is valuable not merely because of its absence in his commercial discography but also because it’s a lyrical and persuasively sung reading. Tortelier fanciers will know that Le Pitre is a fizzy piece of Gallic wit but the companion pieces are almost as characterful in their different ways, not least the charming Ballerine, a winsome waltz. Whilst he may not have the public profile in the Kodály that János Starker did, Tortelier left behind a particularly memorable recording of it nearly thirty years after this Berlin reading. Superbly coordinated and expressively powerful, it and this Berlin performance offer a less explicitly tensile reading than Starker’s but one that is similarly lucid. Later that same year RIAS recorded him in Bach’s Sixth Cello Suite. Similar in conception to the much later 1982 London cycle, his voicings in the Courante are especially compelling and the close-up recording catches a few fingerboard details and shifts.

The Fauré and Casella sonatas come from January 1962, now with Lothar Broddack. Tortelier taped both Fauré sonatas with Jean Hubeau for Erato in the ‘60s – more recently reissued on Warner Classics CD – though the later Eric Heidsieck recordings for EMI in the very early 1970s will be better known. Both are beautiful but the Hubeau catches a real pair of near equals at work and was taped commercially at around the same time as this Berlin performance. Broddack was a fine artist but hasn’t quite the idiomatic flexibility of Hubeau. I wonder why the cellist never recorded the Casella as he plays it with real flair, extracting its Mediterranean rhythms and colour, its amiable crispness and moving tolling quotient, with great subtlety – his control of dynamics and bowing subtleties just as impressive as his left-hand mobility.

The final broadcast comes from 25 February 1964. Beethoven’s Sonata No. 5 in D Major, Op. 102 No. 2 features a much more funereal slow movement than in his later LP with Heidieck whilst in Mendelssohn’s Sonata No. 2, where the Berlin tempo is mostly faster than his 1978 LP with de la Pau, neither performance sounds unduly rushed nor dawdling in comparison with the other. Tortelier recorded his own orchestrated arrangement of Paganini’s Introduction and Variations on 'Dal tuo stellato soglio' with his wife Maud and the ECO in 1973. The piano-accompanied version in Berlin is the work of cellist Luigi Silva (1903-1961), who had in fact recorded the work for Electrola back in 1938 (it would be good to have Silva’s small corpus of 78s restored; these days he’s far better known as an arranger and teacher than performer and recording artist). Tortelier’s wonderful insouciance never slides into complacency; this is refined but truly communicative virtuosity in action. Fauré’s Papillion is the encore.

The pieces are not grouped by recording date but are scattered throughout as seems appropriate. The sound quality is not so radically different that this presents any concern but maybe some listeners would have preferred a chronological sequencing though I can’t say it worried me at all. The three additions to Tortelier’s discography, on the other hand – especially the Casella – are splendid to have and offer richly rewarding listening, as do all the recitals.
Paul Tortelier’s international career began in 1947 in which year he first visited Berlin to perform; the first of two concerts had to be cancelled

RBB Kulturradio
RBB Kulturradio | 26.02.2020 | Kai Luehrs-Kaiser | 26. Februar 2020 | Quelle: https://www.rbb-... BROADCAST

Das ist lange her. Auf drei CDs sind die gesammelten "RIAS Recordings" des französischen Cellisten Paul Tortelier erschienen – Aufnahmen aus denMehr lesen

Das ist lange her. Auf drei CDs sind die gesammelten "RIAS Recordings" des französischen Cellisten Paul Tortelier erschienen – Aufnahmen aus den späten 40er bis mittleren 60er Jahren. Wer ist Paul Tortelier?

Paul Tortelier (1914 – 1990) war der wichtigste Cellist der französischen Schule der Nachkriegszeit – neben (dem noch etwas bedeutenderen) Pierre Fournier. Schon 1947 machte Tortelier sich ins noch reichlich kaputte Berlin auf; gewiss auch in Anlehnung an die Bedeutung der Musikstadt in der Vorkriegszeit; wo sowohl Arthur Rubinstein (mit dem er jahrelang ein wichtiges Trio bildete) wie die meisten anderen Musiker seiner Zeit debütiert hatten.

Bereitschaft zur Unverwechselbarkeit
Immer wenn Tortelier in den Folgejahren kam, wurde er sofort vom RIAS für Aufnahmen abgezweigt – meist mit dem erst im letzten Dezember verstorbenen Pianisten (und späteren Berliner Hochschullehrer) Lothar Broddack als Begleiter. Es waren ersichtlich Auftragsarbeiten (von 1949 bis 1964). Mit Bach etwa (kurz bevor er sich mit Pablo Casals anfreundete) fremdelt Tortelier 1949 noch hörbar. Superb dagegen seine ausgewählten Beethoven-, Brahms-, Mendelssohn-, Fauré-, Kodaly- und Casella-Sonaten.

Tortelier selbst erklärte den französischen Stil seines Spiels mit einer "subtilen, nervösen" Bogenhand. Der fragile, elegante und sehr freie Ton wurde also von der Rechten generiert. Die heute vielfach anzutreffende Bewunderung für Tortelier (und für Fournier) rührt wohl daher, dass der auf großen Ton und stilistische Universalität geeichten Gegenwart nichts so fern steht wie Torteliers Spezifik und Bereitschaft zur Unverwechselbarkeit.

Topsolide
Einige Aufnahmen entstanden sogar noch im alten Kleistsaal. Nicht nur hinsichtlich der französischen Cellistenschule, sondern auch als Berliner Dokument ein höchst schätzenswertes, gewohnt topsolide aufgemachtes Audite-Set. Übrigens war Tortelier – als Lehrer von Jacqueline du Pré – 1967 Trauzeuge bei der Hochzeit du Prés mit Daniel Barenboim. Noch ein halbberliner Aspekt also ... Noch bis 1989 war er in Berlin zu Gast – teilweise gemeinsam mit seinem in Berlin als Dirigent wirkenden Sohn Yan-Pascal Tortelier (beim damaligen SOB etc.).
Das ist lange her. Auf drei CDs sind die gesammelten "RIAS Recordings" des französischen Cellisten Paul Tortelier erschienen – Aufnahmen aus den

Süddeutsche Zeitung
Süddeutsche Zeitung | 17. Februar 2020 | Harald Eggebrecht | 17. Februar 2020 | Quelle: https://www.sued... Ein Star, zwei Talente
Neue CDs: Beim Cellisten Paul Tortelier weiß man, was man hat - virtuosen Glanz. Von Raphaela Gromes wird man noch viel hören.

Drei hörenswerte CDs mit Aufnahmen aus den Jahren 1949, 1962 und 1964, die er [Tortelier] mit den Pianisten Klaus Billing und Lothar Broddack in Berlin für den Rias machte, künden vom "sprechenden", bei aller Brillanz nie glatten, sehr persönlichen Spiel aus solistischem wie kammermusikalischen Geist dieses einzigartigen Cellisten.Mehr lesen

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir ihnen diese Rezension leider nicht zeigen!
Drei hörenswerte CDs mit Aufnahmen aus den Jahren 1949, 1962 und 1964, die er [Tortelier] mit den Pianisten Klaus Billing und Lothar Broddack in Berlin für den Rias machte, künden vom "sprechenden", bei aller Brillanz nie glatten, sehr persönlichen Spiel aus solistischem wie kammermusikalischen Geist dieses einzigartigen Cellisten.

www.pizzicato.lu | 11/02/2020 | Remy Franck | 11. Februar 2020 | Quelle: https://www.pizz... Eigenwilliger, unnachahmlicher Paul Tortelier

Ein französischer Kritiker schrieb: « Falls Casals Jupiter ist, dann ist Tortelier Apollo ». Paul Tortelier (1914-1990), ein wichtiger Exponent derMehr lesen

Ein französischer Kritiker schrieb: « Falls Casals Jupiter ist, dann ist Tortelier Apollo ». Paul Tortelier (1914-1990), ein wichtiger Exponent der französisch-belgischen Celloschule und darüber hinaus ein kompromissloser Individualist, wird von Audite mit drei CDs geehrt, deren Aufnahmen zwischen 1949 und 1964 vom RIAS Berlin gemacht wurden und nicht nur seinem breiten Repertoire Rechnung tragen, sondern auch der kreativen Fantasie eines Musikers, der sich in jenen Jahren auf dem Zenit seiner Kunst befand.

Die erste CD beginnt mit Beethovens 5. Cellosonate, die zwischen vitalen Ecksätzen ein über neun Minuten langes, mit viel Affetto gespieltes Adagio enthält. So verspielt Tortelier dann in Mendelssohn Zweiter Sonate sein kann, so rhetorisch-bedeutsam und leidenschaftlich-lyrisch spielt er die Erste Sonate von Brahms.

Bach zählte zu den Komponisten, mit denen sich Tortelier zeitlebens beschäftigte. 1966 gab er eine eigene Edition der Suiten heraus und kommentierte: « Der Musik Leben einzuhauchen ist wichtiger als ihr Respekt zu beweisen. » Das musste auch einmal der österreichische Pianist Jörg Demus erfahren, als er mit Tortelier Bach aufführen sollte. Bei der ersten Probe soll Demus ihm in längeren Ausführungen erklärt haben, wie sehr er mit seinem Spiel falsch liege. Tortelier soll geantwortet haben: « Sehr interessant, aber ich fühle es nicht so! » Ein Kennzeichen von Torteliers Bach-Interpretationen ist neben ihrer Eigenwilligkeit das Tänzerische. Die hier zu hörende 6. Suite ist in dieser Hinsicht exemplarisch.

Tortelier war nie sehr angetan von französischer Musik, aber die zweite CD dieses Sets enthält dennoch die 2. Sonate von Gabriel Fauré, feinfühlig und elegant, vor allem aber auch sehr lebendig musiziert.

Ein kleines Cello-Juwel sind die Rossini-Variationen von Paganini, und wenn danach Schumanns Fantasiestücke erklingen, merkt man unschwer, wie gut sich Tortelier jedem Stil, jeder Färbung anpassen konnte.

Auf der dritten CD interessiert neben Torteliers charmanter Eigenkomposition Trois p’tits Tours die Kodaly-Sonate, die hier leidenschaftlicher und packender gespielt wird als in der späteren, viel erhabeneren und lyrischeren Studioproduktion.

Die klangliche Aufbereitung der alten Tonbänder durch Ludger Böckenhoff ist vorbildlich. Der Klang ist klar und rauschfrei. Am Klang der Klaviere und dem Spiel der Pianisten konnte der Restaurator natürlich nichts ändern. Mit dem allzu trockenen Klavierklang und dem nicht besonders inspirierten Spiel der Pianisten muss der Hörer halt leben. Das sollte aber niemanden davon abhalten, diese allein durch den Cellisten spannenden Interpretationen zu hören.

A French critic wrote: « If Casals is Jupiter, then Tortelier is Apollo ». Paul Tortelier (1914-1990), an important exponent of the Franco-Belgian cello school and, moreover, an uncompromising individualist, is honoured by Audite with three CDs. The recordings were made by RIAS Berlin between 1949 and 1964 and not only take into account his broad repertoire, but also the creative imagination of a musician who was in those years at the zenith of his art.

The first CD begins with Beethoven’s Fifth Cello Sonata, which contains, between vital corner movements, an Adagio that is over nine minutes long and played with great affetto. As playful as Tortelier can be in Mendelssohn’s Second Sonata, as rhetorically significant and passionately lyrical is his playing in Brahms’s First Sonata.

Bach was one of the composers with whom Tortelier was occupied throughout his life. In 1966 he published his own edition of the suites and commented: « To breathe life into music is more important than to prove respect for it ». The Austrian pianist Jörg Demus had to experience this once when he was to perform Bach with Tortelier. At the first rehearsal, Demus is said to have explained to him how wrong he was with his playing. Tortelier is said to have replied: « Very interesting, but I don’t feel it that way! » A characteristic of Tortelier’s Bach interpretations, apart from their individuality, is the dancing. The 6th suite heard here is exemplary in this respect.

Tortelier was never very fond of French music, but the second CD of this set nevertheless contains the 2nd Sonata by Gabriel Fauré in a sensitive, elegant and above all very lively performance.

A small cello jewel are the Rossini Variations by Paganini, and the next piece, Schumann’s Fantasiestücke, show well Tortelier was able to adapt to every style and colouring.

On the third CD, in addition to Tortelier’s charming own composition Trois p’tits Tours, the Kodaly Sonata is of interest, played here with more passion and gripping intensity than in the later, much more sublime and lyrical studio production.

Ludger Böckenhoff’s sound processing of the old tapes is exemplary. The sound is clear and noiseless. Of course, the restorer could not alter the sound of the pianos and the pianists’ playing. The listener has to live with the all too dry piano sound and the not particularly inspired playing of the pianists. But that should not prevent anyone from hearing these exciting interpretations by the cellist alone.
Ein französischer Kritiker schrieb: « Falls Casals Jupiter ist, dann ist Tortelier Apollo ». Paul Tortelier (1914-1990), ein wichtiger Exponent der

Händlerinfos

Paul Tortelier: RIAS Recordings
Artikelnummer: 21.455
EAN-Code: 4022143214553
Preisgruppe: BCT
Veröffentlichungsdatum: 7. Februar 2020
Spielzeit: 206 min.

Neuigkeiten

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26.03.2020
Rezension

www.ResMusica.com
Les archives du violoncelliste Paul Tortelier à la radio de Berlin
24.03.2020
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LE DISQUE DU JOUR - Paul Tortelier: RIAS Recordings
24.03.2020
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12.03.2020
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Paul Tortelier’s international career began in 1947 in which year he first...
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