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Notari & Fontana - Early baroque music from the Basilica Palatina Mantova

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Mantua – kulturelles Zentrum des 17. Jahrhunderts: Claudio Monteverdi schuf hier seine ersten Opern und Madrigale, die den Boden bereiteten für die Werke eines Giovanni Battista Fontana und Angelo Notari. Julia Fritz hat ihre Stücke in der Kirche Santa Barbara in Mantua mit ihrem Ensemble neu interpretiert – und damit ein aufregendes Panorama zeitgenössischer Musik­praxis vorgelegt.mehr

Giovanni Battista Fontana | Angelo Notari | Francesco Rovigo

Mantua – kulturelles Zentrum des 17. Jahrhunderts: Claudio Monteverdi schuf hier seine ersten Opern und Madrigale, die den Boden bereiteten für die Werke eines Giovanni Battista Fontana und Angelo Notari. Julia Fritz hat ihre Stücke in der Kirche Santa Barbara in Mantua mit ihrem Ensemble neu interpretiert – und damit ein aufregendes Panorama zeitgenössischer Musik­praxis vorgelegt.

Informationen

Im Vergleich zu den italienischen Machtzentren Mailand, Florenz oder Rom ist die lombardische Stadt Mantua in der Poebene nur von überschaubarer Größe. Umso glanzvoller war das Engage­ment der regierenden Dynastie der Gonzaga für die Kunst: Für sie schufen Künstler wie Andrea Mantegna, Giulio Romano oder Leon Battista Alberti bleibende Meister­werke der Malerei und Architektur, während Musiker wie Giaches de Wert oder Claudio Monteverdi den Ruf Mantuas in ganz Europa festigten. Die Schauplätze ihres Wirkens waren der grandiose Komplex des herzoglichen Palastes und die zum Palazzo gehörende Kirche Santa Barbara, ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk aus manieristischer Architektur und Malerei - und ein idealer Raum für Musik.

Diesen magischen Ort hat die Blockflötistin Julia Fritz zusammen mit dem Organisten Johannes Hämmerle, der Sopranistin Magdalene Harer und der Harfenistin Reinhild Waldek gewählt, um Werke von Giovanni Battista Fontana und Angelo Notari, zwei Zeitgenossen von Monteverdi, einzuspielen. Fontanas Solosonaten für Geige und Continuo, die Julia Fritz auf verschiedenen Flöten interpretiert, gehören zum Kanon der frühbarocken Violinmusik, während die hier teils erstmals eingespielten Stücke von Notari aus einem Manuskript in der British Library stammen, das der Komponist vermutlich für englische Musikliebhaber im Umkreis von König Charles I. angefertigt hat. Es sind Variationen und Liedbearbeitungen, die den hohen Standard der Solo- und Verzierungskunst der Zeit demonstrieren, die in Italien ebenso beliebt waren wie im übrigen Europa.

Eine Besonderheit der vorliegenden Aufnahme ist das kammermusikalische Zusammenspiel mit der berühmten Orgel von Santa Barbara. Graziadio Antegnati, einer der großen italienischen Orgelbauer des 16. Jahrhunderts, hat sie mit besonderen Registern und der damaligen mitteltönigen Stimmung ausgestattet; nach einer umfangreichen Restaurierung kann man sie heute wieder in der originalen Klanggestalt bewundern, die nicht nur für Solostücke, sondern auch für die Begleitung von gemischten vokal-instrumentalen Ensembles perfekt geeignet ist.

Besprechungen

Fono Forum
Fono Forum | November 2021 | Matthias Hengelbrock | 1. November 2021 STERN DES MONATS

Sehr wenig ist über Antonio Notari bekannt. Geboren in Padua, wirkte er eine Zeit lang in Venedig, bevor er 1610 nach England emigrierte, wo er imMehr lesen

Sehr wenig ist über Antonio Notari bekannt. Geboren in Padua, wirkte er eine Zeit lang in Venedig, bevor er 1610 nach England emigrierte, wo er im Dienst mehrerer Kronprinzen und Könige stand. Neben dem Druck "Prime musiche nuove" (1613) ist noch ein handschriftliches Kompendium überliefert, in dem Notari mit fremden und eigenen Werken einen Überblick über die Bandbreite italienischer Musikstile seiner Zeit gibt. Hieraus hat die Blockflötistin Julia Fritz einige mit "Aria" betitelte Stücke ausgewählt, die zumeist instrumentale Bearbeitungen oder Variationen über populäre Melodien ("La Monica") oder Bässe ("11 Ruggiero") sind; in dreien steuert die Sopranistin Magdalene Harer den vokalen Kern der Musik bei. Es wird deutlich, dass Notari einen durchaus gewichtigen Beitrag zur "seconda prattica" leistet, dabei aber nicht so radikal vorgeht wie sein Zeitgenosse Monteverdi. Aufgelockert wird das Programm mit Giovanni Battista Fontanas sechs Solosonaten, die eigentlich als epochal bedeutend für die Entwicklung der Geigenliteratur gelten, sich allerdings, wie Fritz beweist, auch auf Blockflöten gut darstellen lassen.

Ohnehin überzeugt diese Produktion durch Feingefühl und Genauigkeit der Interpretation. Fritz stellt keine Virtuosität zur Schau, sondern bindet ihre vielfältigen Diminutionen, Triller und Läufe in die Gestaltung kantabler Linien ein und erzählt, gerade in den kontrastreichen Fontana-Sonaten, regelrecht Geschichten ohne Worte. Der zweite Pluspunkt ist die Antegnati-Orgel der Mantuaner Basilica di Santa Barbara, deren Farbenreichtum – man achte nur auf das delikate Fiffaro-Register in Track 10 – die Musik kräftig leuchten lässt. Auch aufnahmetechnisch ist diese Produktion ein Hochgenuss.
Sehr wenig ist über Antonio Notari bekannt. Geboren in Padua, wirkte er eine Zeit lang in Venedig, bevor er 1610 nach England emigrierte, wo er im

Vorarlberger Nachrichten | Samstag/Sonntag, 18./19. September 2021 | Fritz Jurmann | 18. September 2021 Musiktipps

Ersteinspielungen frühbarocker Arien von Angelo Notari mit dem klaren, vibratoarmen Sopran von Magdalena Harer werden den sechs Blockflöten-Sonaten seines Zeitgenossen Giovanni Battista Fontana mit der farbenreich und virtuos gestaltenden Julia Fritz und der historischen Harfe von Reinhild Waldek gegenübergestellt. Authentischer geht’s nicht mehr.Mehr lesen

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Ersteinspielungen frühbarocker Arien von Angelo Notari mit dem klaren, vibratoarmen Sopran von Magdalena Harer werden den sechs Blockflöten-Sonaten seines Zeitgenossen Giovanni Battista Fontana mit der farbenreich und virtuos gestaltenden Julia Fritz und der historischen Harfe von Reinhild Waldek gegenübergestellt. Authentischer geht’s nicht mehr.

Radio Bremen
Radio Bremen | 12.09.2021 | Wolfgang Stapelfeldt | 12. September 2021 BROADCAST

Musik: Notari, Romanesca<br /> <br /> Intime Töne von Angelo Notari einem wohl 1566 geborenen Komponisten, dessen Werken wir heute eher selten begegnen. Und soMehr lesen

Musik: Notari, Romanesca

Intime Töne von Angelo Notari einem wohl 1566 geborenen Komponisten, dessen Werken wir heute eher selten begegnen. Und so gibt es auch auf diesem Album einige Weltersteinspielungen wie die eben gehörte. Man weiß recht wenig über ihn, Notari muss wohl einige Werke des berühmten Monteverdi bearbeitet haben und das tat er sicher auch in England, wo er den zweiten Teil seines vermutlich 97 Jahre langen Lebens verbrachte. Das muss wiederum sehr spannend gewesen sein, Notari war Hofmusiker bei Charles I., der später hingerichtet wurde, hatte als Katholik aber auch gute Beziehungen zum spanischen Gesandten und geriet dadurch sogar unter Spionageverdacht. Musikalisch pflegte er den für seine Zeit Neuen Stil. Notari steht für den Umbruch von der Spät-Renaissance zum Frühbarock und war Mitglied in einem der damaligen künstlerischen Debattierclubs wo zum Teil heftig über die Entwicklung der Kunst gestritten wurde.

Musik: Notari, La Monica

Die Blockflötistin Julia Fritz ist auch gerade bei uns in Bremen keine Unbekannte, obwohl sie längst auf internationalem Parkett unterwegs ist. Von Boston über Utrecht bis hin nach Südkorea. Seit 2009 ist sie Mitglied des Bremer Boreas Quartetts, in Bremen hat sie auch ihr Konzertexamen gemacht. Ihr wunderbar schlankes wie auch sensibles Spiel macht diese CD zu einem echten Hörgenuss. Verstärkt wird sie durch die eben gehörte Sopranistin Magdalene Harer, durch die Harfenistin Reinhild Waldek und den Organisten Johannes Hämmerle. Alle zusammen sorgen für einen sehr intimen und musikalisch hochwertigen Einblick in die Musik zweier italienischer Meister des 17. Jahrhunderts, die unbedingt der Entdeckung wert sind, was im Falle des 1589 geborenen Giovanni Battista Fontana allerdings schon gründlicher erfolgt ist.

Musik: Fontana, Sonata seconda
Musik: Notari, Romanesca

Intime Töne von Angelo Notari einem wohl 1566 geborenen Komponisten, dessen Werken wir heute eher selten begegnen. Und so

Singende Kirche - Zeitschrift für katholische Kirchenmusik | Jg. 68 - Heft 3 / September 2021 | Monika Fahrnberger | 1. September 2021

Julia Fritz kann mit ihrem Verzierungsreichtum beeindrucken, so wie auch Johannes Hämmerle durch den sensibel auf der Orgel ausgeführten Continuo ein idealer Partner der Flötistin ist. [...] Ein Gustostück vom Feinsten ist hier geschaffen worden, und durch die Ersteinspielungen ist die CD selbst für Hörer*innen, die schon "alles haben", äußerst attraktiv.Mehr lesen

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Julia Fritz kann mit ihrem Verzierungsreichtum beeindrucken, so wie auch Johannes Hämmerle durch den sensibel auf der Orgel ausgeführten Continuo ein idealer Partner der Flötistin ist. [...] Ein Gustostück vom Feinsten ist hier geschaffen worden, und durch die Ersteinspielungen ist die CD selbst für Hörer*innen, die schon "alles haben", äußerst attraktiv.

De Standaard | Woensdag 1 september 2021 | 1. September 2021 Teder knisperend

De virtuoze, ragfijn versierde vioolsonates van Fontana krijgen onder de lippen van Fritz een nieuwe dimensie.Mehr lesen

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De virtuoze, ragfijn versierde vioolsonates van Fontana krijgen onder de lippen van Fritz een nieuwe dimensie.

La Tribune de l'Orgue
La Tribune de l'Orgue | Septembre 2021 73/3 | Guy Bovet | 1. September 2021 Julia Fritz et Consorts

Un disque où l'on n'entend que de la flûte à bec: c'est donc bien égalMehr lesen

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Un disque où l'on n'entend que de la flûte à bec: c'est donc bien égal

https://svensopernparadies.wordpress.com | August 28, 2021 | 28. August 2021 | Quelle: https://svensope...

Julia Fritz begeistert an der Flöte [...] durch traumhaft ausziselierte Triller und gefühlvolle Pianopassagen. Mehr lesen

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Julia Fritz begeistert an der Flöte [...] durch traumhaft ausziselierte Triller und gefühlvolle Pianopassagen.

Deutschlandfunk
Deutschlandfunk | 22.08.2021 | Bernd Heyder | 22. August 2021 | Quelle: https://www.deut... BROADCAST
Frühbarocke Musik aus Italien - Gibt es eine Monteverdi-Orgel?

Claudio Monteverdi hat ausschließlich Vokalwerke hinterlassen. Die aber stellen an den Organisten Krijn Koetsveld Fragen nach dem idealenMehr lesen

Claudio Monteverdi hat ausschließlich Vokalwerke hinterlassen. Die aber stellen an den Organisten Krijn Koetsveld Fragen nach dem idealen Begleitinstrument. Wenn die Blockflötistin Julia Fritz Sonaten aus Monteverdis Umfeld spielt, lautet ihre Antwort: die Antegnati-Orgel in Mantua.

[…] Für die Palastkirche der Gonzaga in Mantua, die Basilika Santa Barbara, schrieb Monteverdi bis zu seinem Wechsel nach Venedig 1613 das Gros seiner geistlichen Werke, darunter auch die Marienvesper. Graziadio Antegnati errichtete in der Kirche 1565 eine Orgel mit einem Manual und angehängtem Pedal. Nach einer aufwändigen Restaurierung besitzt sie heute immerhin noch 300 der originalen Holz- und Metallpfeifen in ihren zwölf Registern vom profunden Kontrabassbereich bis in die zimbelartigen Terz- und Sextlagen der höheren Oktavräume.

Auf einer CD, die kürzlich beim Label Audite erschienen ist, spielt Johannes Hämmerle diese Orgel als Begleiter der Blockflötistin Julia Fritz. Sie hat ihr Solo-Programm aus Werken der Monteverdi-Zeitgenossen Angelo Notari und Giovanni Battista Fontana zusammengestellt.

Musik: Giovanni Battista Fontana – Sonata seconda

Für Violine oder wahlweise andere Instrumente hat Giovanni Battista Fontana aus Brescia die Solopartie von sechs Sonaten komponiert, die 1641 zeitgleich mit Monteverdis „Selva morale e spirituale“ in Venedig im Druck erschienen ist – da war Fontana allerdings schon mehr als zehn Jahre tot.

Dass sich diese brillanten Stücke hervorragend für eine Interpretation auf der Blockflöte eignen, macht Julia Fritz vom ersten Ton an deutlich. Die Preisträgerin des Magdeburger Telemann-Wettbewerbs 2015 ist inzwischen Professorin am Landeskonservatorium Vorarlberg in Feldkirch. Sie spielt mit souveräner Fingerfertigkeit und virtuoser Artikulation.

Ihr Vorarlberger Dozentenkollege Johannes Hämmerle setzt dazu in immer neuen Registerfarben die begleitenden Orgelakkorde, dass es eine Freude ist. Mühelos verbinden sie sich in der weiten Akustik des alten Kirchengewölbes mit den Tongirlanden der verschiedenen Sopran-, Alt- und Tenorblockflöten, die Julia Fritz je nach Charakter eines Stücks wählt.

Von der Empore herabperlende Tongirlanden
Julia Fritz steht auf der Empore neben Johannes Hämmerle; auf der anderen Seite der Orgel tritt gelegentlich die Sopranistin Magdalene Harer hinzu. Sie singt dann die liedhaften Arien, die Angelo Notari zum Ausgangspunkt instrumentaler Variationenfolgen wählt. In einer Ciaccona steuert Reinhild Waldek auf der Harfe federnde Begleitakkorde bei, deren Leichtigkeit auf die Orgelklänge abzufärben scheint. Den Dienst des Kalkanten für den auch in dieser Aufnahme „handgeschöpften“ Orgelwind hat der Toningenieur Thomas Becher übernommen.

Musik: Angelo Notari – Ciaccona

Angelo Notari, der vermutlich aus Padua stammte, trug den virtuosen Glanz der italienischen Barockmusik schon 1610 nach London. Dort hat er einen umfangreichen Manuskriptband hinterlassen, in dem Julia Fritz Preziosen wie die „Aria sopra la Monica“ gefunden hat – eine von mehreren Ersteinspielungen auf dieser CD. Notari bietet hier Paradebeispiele für die um 1600 übliche Diminutionspraxis: die phantasievolle figurative Ausgestaltung einer vorgegebenen Melodie.

Musik: Angelo Notari – Aria sopra la Monica

Ob diese kurzweilige Mischung aus Fontanas Sonaten und den eindeutig weltlichen Variationen Notaris wohl auch schon zu Monteverdis Zeiten in einem Gotteshaus geduldet worden wäre? Die populäre „Monica“-Weise erfreute sich damals zumindest auch bei protestantischen Kirchenliedschöpfern als Choralmelodie großer Wertschätzung.

Finale für Orgel solo
Das musikalische Schlusswort überlässt Julia Fritz ihrem Begleiter Johannes Hämmerle. Das zeigt Größe. An der Antegnati-Orgel spielt er eine Toccata von einem Mantuaner Kollegen Monteverdis, dem Hoforganisten Francesco Rovigo.

Musik: Francesco Rovigo – Toccata
Claudio Monteverdi hat ausschließlich Vokalwerke hinterlassen. Die aber stellen an den Organisten Krijn Koetsveld Fragen nach dem idealen

SWR
SWR | SWR2 Treffpunkt Klassik – 8.8.2021, 12:30 Uhr | Bettina Winkler | 8. August 2021 BROADCAST
Neue CDs

Ich bin Bettina Winkler und Sie sind bei SWR2 Treffpunkt Klassik mit neuen CDs. Die letzte Neuerscheinung, die ich Ihnen heute vorstellen möchte,Mehr lesen

Ich bin Bettina Winkler und Sie sind bei SWR2 Treffpunkt Klassik mit neuen CDs. Die letzte Neuerscheinung, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, vereint Musik von Angelo Notari und Giovanni Battista Fontana, zwei Komponisten aus Mantua, die in der Tradition ihres Zeitgenossen Claudio Monteverdi komponieren. Es musizieren die Flötistin Julia Fritz, die Sopranistin Magdalene Harer, die Harfenistin Reinhild Waldek und der Organist Johannes Hämmerle. Bei der folgenden Ciaccona von Angelo Notari sind sie alle gemeinsam zu erleben.

Musik aus Mantua von Angelo Notari: eine Ciaccona. Aufgenommen wurde sie an ihrem Herkunftsort, in der Kirche Santa Barbara des herzoglichen Palasts in Mantua. Die dortige Orgel stammt aus dem 16. Jahrhundert und bietet sich dank spezieller Register und mitteltöniger Stimmung nicht nur für Solostücke, sondern auch als Begleitung im Ensemblespiel an – wie hier bei der Sonata seconda von Giovanni Battista Fontana, die eigentlich für Violine komponiert wurde. Julia Fritz hat sie für ihr Instrument, die Blockflöte, transkribiert.

Julia Fritz und Johannes Hämmerle mit der Sonata seconda von Giovanni Battista Fontana, Musik aus Mantua, in der Tradition von Claudio Monteverdi entstanden. Schön, wie Julia Fritz hier diese Violinsonate auf ihr Instrument übertragen hat. Ihr entspanntes Spiel wird harmonisch durch die mitteltönige Orgel der Kirche Santa Barbara im Palast von Mantua ergänzt. Insgesamt sechs Violinsonaten von Fontana hat Julia Fritz für ihre neue CD aufgenommen, entstanden sind sie zwischen 1630 und 1640. Glücklicherweise hat sie auch die passende Flöte, die zur Stimmung der Orgel in Mantua passt.
Giovanni Battista Fontana ist vor allem für seine Violinmusik bekannt, Angelo Notari dagegen eher für seine Lieder. Über diesen Komponisten weiß man nicht allzu viel – auf jeden Fall ging er nach England, diente dort zwei Kronprinzen und war Hofmusiker bei König Charles I. Immer wieder hat er Musik von Monteverdi für neue Besetzungen bearbeitet und so die unterschiedlichsten italienischen Musikstile miteinander verbunden. Vor allem in Oxford liebte man damals während der Zeit des Bürgerkrieges die Italienmode – ein kurzer Lichtblick vor der dunklen und strengen Zeit des Interregnums und des Commonwealth, so der amerikanische Musikforscher Stanley Matthew Henson.
Hier noch ein weiteres Stück von Angelo Notari, bei dem Sopranstimme und Flöte in einen virtuosen Dialog treten: eine Bearbeitung des bekannten Madrigals „Ancor che col partire“ von Cipriano de Rore:
„Obwohl ich beim Scheiden spüren sollte, daß ich sterbe,
Möchte ich jederzeit, jeden Augenblick scheiden,
So groß ist die Freude, die ich fühle am neuen Leben,
die ich in der Wiederkehr erhalte.
Und so möchte ich tausende Male am Tag von Euch scheiden,
denn so süß ist mein Wiederkehren.“

“Ancor che col partire” – ein Madrigal, das ursprünglich von Cipriano de Rore stammt, hier in einer Bearbeitung von Angelo Notari mit Magdalene Harer, Sopran, Julia Fritz, Flöte, und Johannes Hämmerle, Orgel. Musik aus Mantua, aufgenommen in Mantua, ein besonderes Hörerlebnis, denn die Orgel steht in der Kirche Santa Barbara des dortigen Palastes. Giovanni Battista Fontana und Angelo Notari, deren Werke Sie auf der neuen CD von Julia Fritz finden, stehen beide in der direkten musikalischen Tradition ihres Zeitgenossen Claudio Monteverdi, ein verantwortungsvolles Erbe! Und eine Herausforderung für die Interpretinnen und den Interpreten, die sie mit Bravour meistern. Wenn Sie sich davon noch einmal ausführlich überzeugen möchten, empfehle ich Ihnen diese CD, die beim Label Audite erschienen ist.
Das war SWR2 Treffpunkt Klassik mit neuen CDs, wir immer können Sie diese Sendung auf unseren Internetseiten und mit Hilfe der SWR2 App anhören, dort gibt es auch die CD-Liste und das Manuskript. Ich wünsche Ihnen noch einen geruhsamen Sonntag, mit oder ohne Musik. Mein Name ist Bettina Winkler und ich sage für heute „Auf Wiederhören“.
Ich bin Bettina Winkler und Sie sind bei SWR2 Treffpunkt Klassik mit neuen CDs. Die letzte Neuerscheinung, die ich Ihnen heute vorstellen möchte,

BBC Radio 3
BBC Radio 3 | 31 Jul 2021 | Andrew McGregor | 31. Juli 2021 BROADCAST
Record Review

Now this next newcomer takes us to what it calls a place of muses andMehr lesen

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Now this next newcomer takes us to what it calls a place of muses and

Saarländischer Rundfunk
Saarländischer Rundfunk | SR 2 KulturRadio - 22.07.2021, 10:00 Uhr | Nike Keisinger | 22. Juli 2021 | Quelle: https://www.sr.d... BROADCAST
Kammermusik mit historischer Orgel

Musik, Farben der Instrumente und Raum verbinden sich bei dieser Aufnahme zu einem besonderen Klangerlebnis. [...] Selten begegnet man einer Blockflöten-CD, die klanglich so abwechslungsreich ist wie diese. Julia Fritz setzt viele verschiedene Blockflöten ein und spielt sie ungemein lebendig und ausdrucksvoll.Mehr lesen

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Musik, Farben der Instrumente und Raum verbinden sich bei dieser Aufnahme zu einem besonderen Klangerlebnis. [...] Selten begegnet man einer Blockflöten-CD, die klanglich so abwechslungsreich ist wie diese. Julia Fritz setzt viele verschiedene Blockflöten ein und spielt sie ungemein lebendig und ausdrucksvoll.

Mitteldeutscher Rundfunk
Mitteldeutscher Rundfunk | MDR Klassik "Die neue Aufnahme" - Montag, 19.07.2021, 18:00 Uhr | 19. Juli 2021 | Quelle: https://www.mdr.... BROADCAST
Die neue Aufnahme

Notari und Giovanni Battista Fontana, den beiden Meistern des italienischen Frühbarock, ist die aktuelle CD der Blockflötistin Julia Fritz gewidmet. [...] Das ganze tiefenscharf, außerordentlich konturiert und balanciert eingefangen vom Label Audite in der Basilica di Santa Barbara in Mantua.Mehr lesen

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Notari und Giovanni Battista Fontana, den beiden Meistern des italienischen Frühbarock, ist die aktuelle CD der Blockflötistin Julia Fritz gewidmet. [...] Das ganze tiefenscharf, außerordentlich konturiert und balanciert eingefangen vom Label Audite in der Basilica di Santa Barbara in Mantua.

www.pizzicato.lu | 02/07/2021 | Uwe Krusch | 2. Juli 2021 | Quelle: https://www.pizz... Der Hof von Mantua: klein, aber kulturell oho

An den Ursprungsort der Werke haben sich die Beteiligten dieser Aufnahme begeben, um in der Kirche Santa Barbara des herzoglichen Palasts in MantuaMehr lesen

An den Ursprungsort der Werke haben sich die Beteiligten dieser Aufnahme begeben, um in der Kirche Santa Barbara des herzoglichen Palasts in Mantua diese einzuspielen. Dabei konnten sie diesen als idealen Platz nutzen. Die Orgel der Kirche Santa Barbara aus dem 16. Jahrhundert bietet sich dank spezieller Register und mitteltöniger Stimmung nicht nur für Solostücke, sondern auch für die Begleitung von Ensembles an.

Die beiden Komponisten, Fontana und Notari, Zeitgenossen von Monteverdi, kommen hier mit verschiedenen musikalischen Werken zu Gehör. Die frühbarocken Violinsonaten des Giovanni Battista Fontana hat Julia Fritz mit der Continuo Gruppe für diverse Blockflöten umgesetzt. Angelo Notari dagegen wird mit Liedern gezeigt, die bearbeitet oder variiert erklingen. Diese Lieder, zum Teil in Ersteinspielungen, zeigen das hohe Niveau der Solo- und Verzierungskunst. Die Sopranistin Magdalene Harer übernimmt hier die Gesangsstimme.

Die sechs Violinsonaten von Fontana mit Generalbassbegleitung mit jeweils einer Flöte als Instrument der Solostimme erleben in der Interpretation von Julia Fritz eine so engagierte und makellose Widergabe, dass man die Violine als Soloinstrument nicht vermisst, sondern diese Lesart einfach genießt. Die Blockflötenfamilie wird oft geschmäht. Aber das ist dann immer mit dem Höreindruck verbunden, der sich beim Spiel von Kindern auf ihren ersten Schritten in die Musik eingeprägt hat. Wird dieses Instrument jedoch von jemandem wie Julia Fritz an die Lippen gesetzt, die es meisterhaft versteht, der Flöte nicht nur Töne zu entlocken, sondern diese zu modellieren, wird auch die Musik mit Blockflöte zu einem Erlebnis.

Magdalene Harer lässt die Arias mit ihrer hellen und klaren Stimme erblühen, Dabei gelingt es ihr, ihre besondere Stellung in der Musik hervorzuheben, ohne ihre Begleiter zuzudecken. Mit feiner und gut artikulierender Stimme prägt sie die Stücke angenehm und reizt damit, diesen Komponisten noch besser zu erkunden.

Reinhild Waldek für das Harfenspiel und Johannes Hämmerle an der Orgel sind eine Continuo Formation, wie man sie nicht alle Tage zu hören bekommt. Sie geben mit ihrem gelungenen Einsatz eine weitere klangliche Note, die das Gesamtpaket positiv komplettiert.


The participants of this recording went to the place where the works were first played and recorded them at the church of Santa Barbara in the ducal palace of Mantua, an ideal place. , Thanks to its special stops and mid-tone tuning, the organ of the church of Santa Barbara, dating from the 16th century, is used not only for the solo pieces, but also for the accompaniment of ensembles.

The two composers, Fontana and Notari, contemporaries of Monteverdi, are heard here with various musical works. The early baroque violin sonatas of Giovanni Battista Fontana have been transposed by Julia Fritz with the continuo group for various recorders. Angelo Notari, on the other hand, is featured with songs. These songs, partly in first recordings, show the high level of solo and ornamentation art. Soprano Magdalene Harer takes the vocal part here.

The six violin sonatas by Fontana with basso continuo accompaniment, each with a flute as the instrument of the solo part, experience such a committed and flawless performance with Julia Fritz that one does not miss the violin as a solo instrument, but simply enjoys this interpretation. The recorder family is often reviled. But then, this is always connected with the impression that is imprinted on the playing of children on their first steps into music. However, when this instrument is put to the lips of someone like Julia Fritz, who is a master at not only eliciting tones from the flute, but modeling them, music with recorder also becomes a rewarding experience.

Magdalene Harer makes the arias blossom with her bright and clear voice, managing to emphasize their special place in the music without covering up her accompanists. With a fine and well-articulated voice, she makes a pleasant mark on the pieces and thus encourages us to explore this composer even more.

Reinhild Waldek for the harp and Johannes Hämmerle on the organ are a continuo formation that one does not hear every day. With their successful efforts, they add another sonic touch that positively completes the overall package.
An den Ursprungsort der Werke haben sich die Beteiligten dieser Aufnahme begeben, um in der Kirche Santa Barbara des herzoglichen Palasts in Mantua

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Notari & Fontana - Early baroque music from the Basilica Palatina Mantova
Artikelnummer: 97.797
EAN-Code: 4022143977977
Preisgruppe: BCA
Veröffentlichungsdatum: 2. Juli 2021
Spielzeit: 71 min.

Neuigkeiten

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05.10.2021
Rezension

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04.10.2021
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Fono Forum
STERN DES MONATS
04.10.2021
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PdSK - Bestenliste - Notari & Fontana - Early baroque music from the Basilica Palatina Mantova
30.09.2021
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Singende Kirche - Zeitschrift für katholische Kirchenmusik
Bei audite ist eine Einspielung mit frühbarockem Repertoire von Notari und...
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Julia Fritz begeistert an der Flöte in der „Sonata seconda“ von Giovanni...
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17.09.2021
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09.08.2021
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09.08.2021
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09.08.2021
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CD des Tages - Notari & Fontana - Early baroque music from the Basilica Palatina Mantova
09.08.2021
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Saarländischer Rundfunk
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19.07.2021
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BROADCAST: MDR Klassik "Die neue Aufnahme"
01.07.2021
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Note 1 music: new releases (July / August 2021)
02.07.2021
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"Notari & Fontana" placed on main page of highresaudio.com
05.07.2021
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5/5 Noten - Notari & Fontana - Early baroque music from the Basilica Palatina Mantova
05.07.2021
Rezension

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Der Hof von Mantua: klein, aber kulturell oho
18.06.2021
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04.06.2021
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Notari's "Aria sopra il Ruggiero" was added to iTunes and Apple Music Playlist "Neu in: Klassischer Musik" in Germany and other countries (#55/100)
21.05.2021
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Angelo Notari's "Aria sopra la Monica (Modi 1-7)" was added to iTunes and Apple Music Playlist "Bach und der Barock" in Germany and other countries (#2/50)
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Angelo Notari's "Aria sopra la Romanesca" was added to iTunes and Apple Music Playlist "Neu in: Klassischer Musik" in Germany and other countries (#65/100)
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Angelo Notari's "Aria sopra la Romanesca" was added to Spotify's playlist "Classical New Releases - Spotify Picks" from 21st until 27th May (#52/70)
07.05.2021
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Giovanni Battista Fontana's "Sonata Quinta" was added to iTunes and Apple Music Playlist "Neu in: Klassische Musik" in Germany and other countries (#26/100)
07.05.2021
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Giovanni Battista Fontana's "Sonata Quinta" was added to Spotify's playlist "Classical New Releases - Spotify Picks" from 7th until 13th May (#51/63)
23.04.2021
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Angelo Notari's "Aria sopra la Monica (Modi 1-7)" was added to iTunes and Apple Music Playlist "Neu in: Klassischer Musik" in Germany and other countries (#77/99)
07.04.2021
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Angelo Notari's "Aria sopra la Monica (Modi 1-7)" was pitched for different Curated Classical Playlists

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